Fürth hadert nach der Auftaktpleite mit der Chancenverwertung

Stefaniak: "Das ist die Zweite Liga, eine Kampfliga"

Marvin Stefaniak

Auffälliger Antreiber beim Kleeblatt: Neuzugang Marvin Stefaniak. imago images

Das Auftreten gegen Aue verlief fast über die gesamte Spieldauer so, wie sich Kleeblatt-Coach Stefan Leitl es vorgestellt hatte: Schnelles Gegenpressing und gefällige Kombinationen durchs Mittelfeld bis hin zum Tor. Dort angekommen fehlte es den Fürthern, wie schon in der vergangenen Saison (mit 37 Treffern zweitschlechtester Angriff), an der Kaltschnäuzigkeit, teilweise aber auch am Quäntchen Glück. Mal war es der gut aufgelegte Gäste-Keeper Martin Männel, mal der Pfosten, mal das eigene Unvermögen. "Wir hätten heute noch eine Stunde weiterspielen können und das Ding wäre wohl nicht reingegangen", zieht Sportdirektor Rachid Azzouzi ein ernüchterndes, aber nicht unzufriedenes Fazit.

Ich glaube, die Fans waren begeistert, auf welche Art und Weise wir Fußball gespielt haben.

Marvin Stefaniak

Fürth suchte Ideen gegen sehr defensiv eingestellte Auer, wurde es mal gefährlich, war Neuzugang Marvin Stefaniak nicht weit. Der Leihspieler vom VfL Wolfsburg schnappte sich viele Bälle, verteilte sie oder zog selbst ab. Seinem ersten Treffer im ersten Spiel für die Spielvereinigung war er zehn Minuten vor Schluss am nächsten, scheiterte aber mit einem gut platzierten Freistoß am Pfosten. "Ich glaube, die Fans waren begeistert, auf welche Art und Weise wir Fußball gespielt haben. Es tut natürlich extrem weh, wir haben eigentlich geilen Fußball gespielt, aber kein Tor gemacht. Aber das ist die Zweite Liga, eine Kampfliga", fasst der Rechtsfuß, der auch schon für den Nachbarn aus Nürnberg am Ball war, zusammen.

Aue macht's Fürth vor

Lob kassierte das Kleeblatt auch von seinem Trainer: "Wir werden diesen Weg weitergehen", macht Leitl seiner Truppe Mut. "Unsere Spieler haben die Qualität, die Tore zu machen", schließt sich Azzouzi den motivierenden Worten an. Diese Qualität hatten am Sonntag jedoch nur die Auer, die keineswegs ein offensives Feuerwerk abbrannten, die Schläfrigkeiten in der Fürther Hintermannschaft aber eiskalt für sich zu nutzen wussten.

Für die Franken geht es bereits am Freitag mit einem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli weiter, bis dahin wird das Augenmerk im Training wohl auf den Torabschlüssen liegen - um für einen Treffer nicht länger spielen zu müssen als 90 Minuten.

tso

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