Nach Rückkehr in die zweite Liga: VfL kassiert Dämpfer

Thioune: "Vielleicht haben wir uns mehr verdient"

Daniel Thioune

Osnabrücks Cheftrainer Daniel Thioune hat mit seiner Mannschaft das erste Spiel der Zweitliga-Saison 2019/20 verloren. imago images

Am ersten Spieltag der Saison 2019/20 gab der VfL eine 1:0-Führung aus der Hand und verlor mit 1:3 gegen den 1.FC Heidenheim. Ein möglicher Schlüsselmoment sei laut dem VfL-Cheftrainer Daniel Thioune die Gelb-Rote-Karte des Neuzugangs Kevin Wolze gewesen.

"Wir haben gewusst, dass das heute ein dickes Brett werden kann, das wir heute bohren müssen", sagte Heidenheims Cheftrainer Frank Schmidt in der Pressekonferrenz nach dem 3:1-Erfolg an der Bremer Brücke. Das mussten sie in der Tat. Vor allem in den ersten 15 Minuten wurden die Heidenheimer tief hinten reingedrückt, doch laut Schmidt "haben wir die Druckphase in letzter Konsequenz ordentlich verteidigt".

Thioune zeigte sich zufrieden mit dem schwungvollen Start seiner Mannschaft, kritisierte aber die mangelnden Abschlussmöglichkeiten: "In solchen Phasen muss man versuchen, den ein oder anderen Ball sauber im letzten Drittel durchzustecken und auch mal zum Abschluss zu kommen. Das ist uns nicht gelungen."

"In Gleichzahl wäre uns das vielleicht nicht passiert"

Dennoch präsentierte sich Osnabrück bis hin zur 70. Minute dominant und belohnte sich durch den Treffer von Ouahim mit der 1:0-Führung (58.). Doch im Anschluss verpasste der VfL schlichtweg "den Moment, das zweite Tor zu schießen" - es kam auch noch zum Platzverweis für den Neuzugang aus Duisburg, Kevin Wolze. Sein gezwungener Abgang in der 83. Minute beim Stand von 1:1 schwächte seine Mannschaft und brachte laut Thioune den VfL "ein bisschen auf die Verliererstraße": "Wir mussten dann gegen die Spieleröffnung mit einem Mann weniger Spielen und dann hatte Beermann den Raum, wo er anläuft und an diese Flanke kommt. In Gleichzahl wäre uns das vielleicht nicht passiert."

"Ordentliche Leistung" von Susac, Gugganig und Heyer

Am Ende haderte der Cheftrainer der Niedersachsen über eine Vielzahl liegengelassener Chancen und die Effizienz der Gäste, die durch die Einwechslungen von David Otto und Robert Leipertz das Spiel binnen 20 Minuten drehten. Mit dem Gesamtauftritt und der Dreierkette in der Abwehr, bestehend aus Adam Susac und den beiden Neuzugängen Lukas Gugganig und Moritz Heyer, gab der 45-Jährige sich allerdings zufrieden: "Die drei haben eine ordentliche Leistung gezeigt, aber in den entscheidenden Szenen fehlt uns das Momentum."

Trotz des frühen Rückschlags gegen "eiskalt effiziente Heidenheimer" blickt Thioune positiv in die Zukunft und will sich mit seiner Mannschaft in der zweiten Liga behaupten: "Wir wollen in der zweiten Liga auch eine Duftmarke setzen. Wir haben zwar erstmal einen Dämpfer kassiert - vielleicht haben wir uns aber ein bisschen mehr verdient."

caz