Fortuna: Tekpetey und die Revanche gegen Schalke

"Gerald Asamoah war wie ein Vater für mich"

Bernard Tekpetey

Will gegen Schalke treffen: Bernard Tekpetey. imago images

Aus Fortuna Düsseldorfs Trainingslager in Maria Alm berichtet Oliver Bitter

Lange feilschten die beiden Klubs über die Ablösesumme für Benito Raman (letztlich rund 13 Millionen), drum stockte auch der Transfer in umgekehrter Richtung. Schalke hatte Bernard Tekpetey nach einer überaus erfolgreichen Saison bei Bundesliga-Absteiger SC Paderborn (zehn Tore, sechs Assists) zurückgeholt, der Ghanaer war längst einig mit Fortuna.

Denn bei seinem Stammklub sah es nicht gut für ihn aus. 2015 kam der athletische Flügelspieler nach Deutschand, spielte in seinem ersten Profijahr 2016/17 aber unter Markus Weinzierl keine Rolle. Und auch aktuell war Tekpetey nicht bei den Königsblauen eingeplant, also kam Fortuna zum Zuge.

Und der Ghanaer freut sich auf das Wiedersehen mit Schalke, mit einer gehörigen Portion Ärger im Bauch. "Speziell gegen Schalke will ich allen beweisen, was ich draufhabe", kündigt der Neu-Fortune an. "Da will ich mindestens ein Tor machen."

Beim 6:0 in Siegen steuerte Tekpetey bereits ein Traumtor aus der Distanz zum Erfolg bei, weiß sich aber in großer Konkurrenz bei seinem neuen Arbeitgeber, der sich per Leihgeschäft in Gelsenkirchen bediente. Außer Tekpetey bewerben sich noch dessen Landsmann Nana Ampomah, Erik Thommy sowie Thomas Pledl und wohl auch Jean Zimmer um die Plätze auf den offensiven Außenbahnen. Große Konkurrenz also, doch Tekpetey tankte durch seine starke Saison bei Aufsteiger Paderborn enormes Selbstvertrauen, auch wenn sich der FC Schake nicht dazu durchringen konnte, den Offensivmann im eigenen Kader auszuprobieren.

Nun also Düsseldorf, auch mit dem ganz speziellen Spiel gegen Schalke im Blick: Anfang November gibt es das Treffen in Gelsenkirchen; den Vergleich der vorigen Saison an gleicher Stätte gewann der damalige Aufsteiger glatt mit 4:0.

Mit Schalke also hatte Tekpetey bisher nicht viel Freude, mit einer Ausnahme: Der damalige Jugend-Trainer Gerald Asamoah entdeckte seinen Landsmann nicht nur in Ghana, sondern war vor allem in der ersten Wochen und Monaten eine wichtige Stütze. "Er war wie ein Vater für mich", erinnert sich Tekpetey, "Gerald Asamoah hat mir enorm geholfen, als die erste Zeit der Eingewöhnung nicht einfach war."

Aber auch das wird Tekpetey sicher nicht davon abhalten, gegen die Königsblauen alles zu mobilisieren, was er hat.