Jung-Profi will sich durchbeißen

"Unterschiedsspieler": Grillitsch adelt Baumgartner

Christoph Baumgartner

Zwei Österreicher: Christoph Baumgartner und Florian Grillitsch. imago images

Aus dem Hoffenheimer Trainingslager in Windischgarsten berichtet Benni Hofmann

Diese Qualität ist augenscheinlich beim Umschaltspiel 3-gegen-2 auf kleinem Feld: Baumgartner hat bei dieser Spielform, die Handlungs- wie Beinschnelligkeit fordert, ein unverkennbares Gespür für den Zeitpunkt, wann genau er den Ball dem Nebenmann servieren muss, damit der aus möglichst optimalem Winkel ungeblockt zum Abschluss kommt. "Er ist ein Unterschiedsspieler", adelt Landsmann Florian Grillitsch, bei der TSG längst Dreh- und Angelpunkt auf der Sechs, den Österreicher, der bewegte Wochen hinter sich hat.

Bundesligapremiere im Mai, eine Woche später Startelfdebüt am 34. Spieltag in Mainz. Gelb-rote Karte, aus 2:0 wird 2:4, der letzte Strohhalm nach Europa ist gekappt. Dazu der verschossene Strafstoß bei der U-21-EM gegen Dänemark. Das kann einen 19-Jährigen schonmal aus der Bahn werfen. "Ich habe das Wechselbad der Gefühle kennengelernt", ordnet Baumgartner ein. "Früher oder später kommen solche Erlebnisse, das wird mich reifen lassen."

Da spricht einer selbstbewusst, erwachsen. Auch weil er positive Rückmeldung bekommen hat, sowohl von Julian Nagelsmann als auch von dessen Nachfolger Alfred Schreuder. Deshalb kommt für ihn eine Ausleihe nicht in Frage, "zum jetzigen Stand. Klar sind mehr Spiele mein Ziel, das liegt alleine an mir. Ich weiß, es wird schwer, aber ich möchte mich durchsetzen." Des Glaubens von Grillitsch kann sich der Niederösterreicher sicher sein.

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