Gewinner und Verlierer nach dem Mainzer Trainingslager

Maxim ist top, Öztunali kommt schwer rein

Alexandru Maxim

Hängte sich bisher voll rein: Alexandru Maxim. imago images

Die Gewinner:

Überraschend ist darunter Alexandru Maxim zu finden. Der 29 Jahre alte rumänische Nationalspieler kam 2018/19 lediglich auf neun benotete Bundesligaspiele (mindestens 30 Minuten Einsatzzeit). Kurz vor Saisonende teilte er dem Verein mit, dass er sich nach einem anderen Klub umsehen wolle, wo er bessere Chancen auf einen Stammplatz hätte - bisher ohne Erfolg. Wer gedacht hatte, Maxim lässt sich deshalb hängen, wurde im Trainingslager und in den Testspielen eines Besseren belehrt.

Ähnliches gilt für Ridle Baku, der in der vergangenen Spielzeit nach einer längeren Verletzungspause sehr schwer reinkam, in der Rückrunde lediglich fünf Spiele (zweimal Startelf) absolvierte. Aktuell überzeugt er mit viel Einsatzwillen. Der 21-Jährige war beim Test gegen Regensburg (1:2) einer von nur drei Spielern, die über 90 Minuten gingen.

Von ihrer positiven Seite zeigen sich auch die Youngster Jonathan Burkardt und Leandro Barreiro. Im zweiten Profijahr können sich die beiden 19-Jährigen nun voll auf die Bundesligamannschaft konzentrieren. Barreiro machte im Frühjahr sein Abitur (Notenschnitt 2,7). Bei Burkardt zahlt sich nun das gezielte Aufbautraining seit Mitte April aus. Die häufigen kleinen Verletzungen und kleineren Infekte, die ihn immer wieder lahmlegten, gehören zumindest aktuell der Vergangenheit an.

Daniel Brosinski, der im Trainingslager seinen 31. Geburtstag feierte, ist nach dem Karriereende von Niko Bungert und René Adler nun der Team-Senior. Vergangene Rückrunde hatte er seinen Stammplatz als Außenverteidiger vorrübergehend an Giulio Donati verloren. Diesen Sommer ging Donati weg, dafür kam Ronael Pierre-Gabriel dazu. Nach dessen Muskelfaserriss ist Brosinski aktuell gesetzt.

Die Verlierer:

Kunde, der sich 2018/19 auf der Sechserposition etablierte, hat nach dem Auftritt beim Afrika-Cup Sonderurlaub bis zum kommenden Wochenende erhalten. Trainer Sandro Schwarz ließ bereits anklingen, dass der Kameruner wegen des späten Trainingseinstiegs für das erste Pflichtspiel kaum zur Debatte stünde. Zumal Barreiro seine Sache gut macht im Zentrum des defensiven Mittelfelds. Pierre-Gabriel und Cyrill Akono (Schlag auf das Knie) verpassen aufgrund ihrer Verletzungen einen Teil der Vorbereitung, Dong-Won Ji aufgrund der Knorpel-OP vielleicht sogar die gesamte Hinrunde. Außer Form zeigt sich Späteinsteiger Levin Öztunali. Nach dem Sonderurlaub wegen der U-21-Europameisterschaft ist er erst seit dem vergangenen Donnerstag wieder im Training. In seinem ersten Testspiel wirkte er reichlich uninspiriert. Wie schon im Fall Maxim wäre Mainz auch bei Öztunali einem Verkauf nicht abgeneigt - sofern die Ablöse stimmt.

Michael Ebert

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