Liverpool unterliegt 1:2 - Übeltäter entschuldigt sich

Gnagnons übler Tritt gegen Larouci: Klopp gibt sich die Schuld

Yasser Larouci

Wurde mit der Trage vom Feld gebracht: Yasser Larouci. imago images

Es war ein unnötig hartes und offensichtlich von Frust geprägtes Einsteigen, das sich Sevillas Joris Gnagnon in der 80. Minute gegen den im Mittelfeld davon eilenden Larouci leistete. Der 18-jährige Franzose im Team der Reds musste nach dem üblen Tritt länger behandelt und dann mit der Trage vom Feld gebracht werden. Sein Landsmann Gnagnon, erst 20 Minuten zuvor eingewechselt, sah glatt Rot für sein Vergehen.

Unmittelbar nach dem Spiel gab es zunächst Entwarnung, wenngleich noch keine konkrete Diagnose für Larouci. "Es sieht so aus, als ob er Glück gehabt hat", sagte Jürgen Klopp. "Aber wir müssen natürlich noch abwarten." Der Reds-Coach habe nur kurz mit dem Teamarzt sprechen können, genauere Untersuchungen hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht stattgefunden. Verärgert war Klopp dennoch über die Art der Zweikampfführung. "Er trifft ihn mit voller Wucht und wenn er ihn an einer anderen Stelle erwischt hätte, wäre die Sache vorbei gewesen", skizzierte Klopp, wie knapp Larouci um eine schwere Verletzung herumgekommen war.

Finger ins Auge - "nicht so cool"

Mit Harry Wilson beklagte Liverpool noch einen weiteren Verletzten in diesem Testvergleich. "Er hat einen Schlag gegen den Kiefer und einen Finger ins Auge bekommen, das war nicht so cool", so Klopp. Auch Offensivmann Wilson musste ausgetauscht werden, wenngleich auch er "okay" sein soll.

Die Reds kamen bei Temperaturen um 35 Grad Celsius also sprichwörtlich mit einem blauen Auge davon, verloren jedoch nach dem 2:3 gegen Dortmund ein weiteres Spiel in der Saisonvorbereitung. Nolito hatte die Andalusier in der 38. Minute per Direktabnahme in den rechten Torwinkel in Führung gebracht, Divock Origi für Liverpool nach einer Ecke per Abstauber ausgeglichen (44.). In der Schlussminute traf schließlich Alejandro Pozo nach einem Konter Sevillas noch zum Sieg (90.).

"Ich kann niemandem die Schuld geben für unsere Gegner"

Klopps Fazit nach dem Spiel: "Ich kann niemandem die Schuld für unsere Gegner geben, weil schließlich ich die Vorbereitung geplant habe." Für sein Team geht es nun nochmals in den USA zur Sache - in New York heißt der Gegner dann Sporting Lissabon. Im schottischen Edinburgh treffen die Reds schließlich auf den SSC Neapel. "Dort wird es dann wenigstens nicht so heiß sein wie heute, das ist sicher", so Klopp.

Übeltäter Gnagnon meldete sich im Nachgang dann auch noch zu Wort und teilte über die sozialen Medien mit: "Ich möchte mich öffentlich beim FC Liverpool, der Familie des Spielers und den Fans entschuldigen. Das war eine hässliche Attacke von mir, ganz gleich, was der Auslöser war. So etwas etwas sollte man nicht auf dem Fußballplatz sehen."

aho

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