Torwart lebt sich prima bei Norwich ein

Fährmann: "...aber als Schalker vermisse ich diese Fannähe"

Ralf Fährmann

"Es ist alles familiär und freundlich": Ralf Fährmann fühlt sich wohl im neuen Klub. picture alliance

Niemand im Schalker Profikader gehört länger zum Verein als Ralf Fährmann. 2003 wechselte er nach Gelsenkirchen, zwischen 2009 und 2011 unterbrach er die Zusammenarbeit für ein zweijähriges Gastspiel bei Eintracht Frankfurt. In diesem Sommer ließ sich der bisherige S04-Kapitän an Norwich City ausleihen.

Nach dem Test des FC Schalke gegen den Premier-League-Aufsteiger am Freitag in Lotte (1:2) sprach Fährmann auch mit dem kicker über...

...seine Nichtnominierung für den Test gegen Schalke: "Es hat sich so ergeben. So kurz nach dem Wechsel gegen Schalke zu spielen, wäre ohnehin emotional komisch für mich gewesen. In der Vorbereitung ist es häufig so, dass viel rotiert wird. Wir hatten unter der Woche schon Testspiele, unter anderem gegen Bielefeld, als ich gespielt habe. Diesmal war ich an der Reihe mit aussetzen."

...seine Gefühle im Rahmen des Wiedersehens: "Als ich den Schalker Mannschaftsbus mit meinem Konterfei gesehen habe, musste ich ein bisschen schmunzeln. Nach der täglichen Routine, die ich jahrelang auf Schalke hatte, kann ich nicht leugnen, dass es auch ohne Einsatz ein besonderer Tag für mich war."

...seine ersten Eindrücke bei Norwich City: "Ich war bisher nur eine Woche vor Ort in Norwich, danach sind wir direkt nach Deutschland ins Trainingslager gefahren. Die Mannschaft wirkt motiviert und ehrgeizig. Sie hat ein hohes Niveau, das hat man gegen Schalke gesehen. Ich fühle mich schon gut integriert, es ist alles familiär und freundlich. Ich freue mich auf die Saison - mit der Premier League wartet die beste Liga der Welt auf uns."

...Unterschiede: "Was ich bisher sagen kann ist, dass der Staff rund um die Mannschaft noch größer als in Deutschland ist. Uns Spielern wird sehr viel abgenommen, damit wir uns ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren können. Journalisten und Fans sieht man so gut wie nie auf dem Vereinsgelände, alles ist abgeschirmt. So ist einfach in England die Kultur. Dass wir unter uns sind, finde ich einerseits gut, weil man tatsächlich noch konzentrierter und ruhiger auf dem Platz arbeiten und gezielter auf taktische Dinge eingehen kann. Auf der anderen Seite vermisse ich als Schalker natürlich diese Fannähe."

...seine Wohnungssuche: "In der ersten Woche war ich im Hotel, eine Wohnung habe ich aber schon gefunden. Am Montag ist Schlüsselübergabe."

Aufgezeichnet von Toni Lieto

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