Nicht überbewerten, aber gut fürs Selbstvertrauen

Rummenigge: "Das ist schon lange, lange her"

FC Bayern

Gegen Real konnten die Bayern-Profis Selbstvertrauen tanken. Getty Images

Aus Houston berichtet Frank Linkesch

Auch ohne die Champions-League-Hymne fühlen sich Siege gegen Real Madrid gut an. "Es war ein gutes Spiel, die Mannschaft hat es toll gemacht. Wir können zufrieden sein, dass wir sie mal wieder besiegt haben, das ist schon lange, lange her", lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Schlusspfiff. Genau genommen über sieben Jahre, als der FC Bayern die Königlichen im Halbfinale der Champions League eliminiert hatte. 2014, 2017 und 2018 scheiterte er dann jeweils an Real.

Die Mannschaft von Zinedine Zidane trat in der ersten Hälfte "mit voller Kapelle" an, so Rummenigge, "da war das schon ein ziemlich taffes Spiel für uns. Es hat etwas glücklich 1:0 gestanden, aber in der zweiten Halbzeit war es eine ziemlich klare Angelegenheit." Nach Corentin Tolissos Führungstor im ersten Durchgang sorgten Robert Lewandowski und Serge Gnabry für klare Verhältnisse. Nur der Ehrentreffer per Freistoß durch Rodrygo nach einer zweifelhaften Roten Karte gegen Sven Ulreich störte etwas, der Torhüter konnte aber schon in der Mixed Zone berichten, dass der Platzverweis folgenlos für das letzte US-Spiel am Dienstagabend Ortszeit gegen den AC Mailand ist.

"Aber trotzdem muss ich sagen, die Mannschaft macht es hier großartig"

Ob Joshua Kimmich, Gnabry oder Rummenigge: Alle wiesen auf die Bedeutung für das Selbstvertrauen hin, versehen mit einem Aber: "Wir sind in der Vorbereitung, man darf es nicht überbewerten, aber trotzdem muss ich sagen, die Mannschaft macht es hier großartig", schwärmt Rummenigge.

Auch Niko Kovac war nach dem 3:1 positiv gestimmt: "Wir haben mutig nach vorne gespielt, den Gegner hoch gepresst. Im Offensivteil haben wir es richtig gut gemacht, defensiv kann man es immer noch verbessern. Stand jetzt, sind wir sehr zufrieden, auch wenn man als Trainer nicht so viele Torchancen gegen sich haben möchte."

Boateng, Tolisso & Co.: Die Erkenntnisse

Einige Erkenntnisse verfestigten sich in diesem Klassiker: Auf Manuel Neuer ist Verlass wie in besten Zeiten, Jerome Boateng und Javi Martinez verteidigen keinesfalls schlechter als Niklas Süle und Benjamin Pavard, der dieses Mal allerdings rechts ran durfte. Renato Sanches befindet sich nach seiner geklärten Zukunft ebenso im Aufwind wie Corentin Tolisso nach dem Kreuzbandriss. Thiago ist im Mittelfeld unverzichtbar, Robert Lewandowski als Torjäger sowieso. "Wir sind abhängig von seinen Toren", sagt Kovac. Diesbezüglich können ihn Serge Gnabry und Kingsley Coman entlasten, beide sind schon gut in Form. Youngster Fiete Arp spielt frech auf, Leon Goretzka und Thomas Müller setzten dagegen bislang eher wenig Akzente. Klar ist aber auch: Jetzt zählt es noch nicht, stimmen sollte die Form ab dem Supercup am 3. August in Dortmund.

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