Mainzer Top-Torjäger hat hohe Ziele

Mateta will den Rekord von Schürrle und Okazaki knacken

Jean-Philippe Mateta

"Will alles gewinnen": Der Mainzer stürmer Jean-Philippe Mateta. imago images

Aus dem Mainzer Trainingslager in Grassau berichtet Michael Ebert

An ehrgeizigen Zielen mangelt es bei Mateta nicht: Weltmeister und Europameister will er werden, Champions-League-Sieger ebenso, auch die kicker-Torjägerkanone ist für ihn ein Ziel. "Ich will alles gewinnen", sagt der 22 Jahre alte Franzose. In Hinblick auf die neue Saison möchte er sich aber erst einmal die Rekorde von Schürrle aus der Spielzeit 2010/11 und von Shinji Okazaki (2013/14) vornehmen. Dass er deren Saisonbestmarken von 15 Ligatreffern so knapp verfehlt habe, "war ärgerlich". Immerhin hat der Angreifer, der 2018 vom französischen Zweitligisten AC Le Havre kam, aber die vom Vater geforderte Quote erfüllt: Zehn Tore habe der Senior, früher selbst Fußballprofi in Belgien, vorgeben.

Seit knapp einer Woche ist Jean-Philippe Mateta nun wieder bei Mainz im Training. Wegen der Teilnahme an der U-21-Europameisterschaft hatte er Sonderurlaub erhalten. "Meinem Kopf geht's gut, aber mein Körper ist müde", erklärte er am Samstag im Trainingslager. Am Mittwoch trug er bereits ein Tor zum 2:0-Sieg gegen Rayo Vallecano bei. Am Sonntag testet Mainz (16 Uhr in Heimstetten) gegen Jahn Regensburg, wobei sich die Klubs eine Spielzeit von 120 Minuten (viermal 30) verständigt haben.

Mit seinen 14 Ligatoren hat sich Mateta in die Notizblöcke vieler Scouts gespielt. Dass er den Vertrag in Mainz Mitte Juni um ein Jahr bis 2023 verlängerte, "war keine schwierige Entscheidung, ich fühle mich hier pudelwohl und will meinen Weg weitergehen". Um ihn ins Grübeln zu bringen "hätten wirklich sehr große Vereine anklopfen müssen".

Wenn die Entwicklung von Mateta ähnlich rasant weitergeht, wird er darauf wohl nicht lange warten müssen ...