Bundesliga

Augsburg? Öztunali hat "Bock aufs Trainingslager" mit Mainz

Der Fokus liegt auf dem Start bei den Rheinhessen

Augsburg? Öztunali hat "Bock aufs Trainingslager" mit Mainz

Levin Öztunali

Nach der U-21-EM hat Levin Öztunali seinen Dienst bei Mainz 05 wieder aufgenommen. imago images

Aus dem Mainzer Trainingslager in Grassau berichtet Michael Ebert

Das Interesse des FC Augsburg an dem offensiven Mittelfeldspieler ist bekannt. Öztunali will davon nichts gehört haben in seinem zweiwöchigen Urlaub nach der U-21-Europameisterschaft. Wegen der kurzen Sommerpause hätte er komplett abgeschaltet, auch das Smartphone. "Wenn ein Angebot kommt, kommt es eh nicht zuerst bei mir an. Ob man sich dann damit beschäftigt, kann man immer nur in dem Moment sagen, wenn es soweit ist", sagt der offensive Mittelfeldspieler, der 2016 für fünf Millionen Ablöse aus Leverkusen zu den Rheinhessen gekommen ist, wo er einen Vertrag bis 2021 besitzt. Sein Trainer in Mainz hieß 2016 Martin Schmidt, der nun in Augsburg auf der Bank sitzt.

Spielersteckbrief Öztunali
Öztunali

Öztunali Levin

Neben Jean-Philippe Gbamin und Alexandru Maxim scheinen die Nullfünfer auch bereit, Öztunali abzugeben. Denn nach seiner starken Debütsaison mit fünf Toren in 30 Bundesligaspielen ist die Mainzer Nummer 8 in der Liga torlos geblieben. Die Zahl seiner BL-Einsätze reduzierte sich über 25 (2017/18) auf 15 (2018/19). "In der Nationalmannschaft habe ich meistens Rechtsaußen gespielt, da bin ein Tick weiter vorne und habe andere Spielsituationen. Im Klub spiele ich meistens auf der Achterposition, da hat man eine defensivere Rolle", benennt Öztunali einer der Ursachen, warum er in Mainz nicht mehr so stark zur Geltung kommt.

Seit Mitte der vergangenen Hinrunde bevorzugt Trainer Sandro Schwarz eine Mittelfeldraute, in der Öztunali gegebenenfalls auf der Achterposition eingesetzt wird. "Es macht auf jeden Fall beides Spaß, auch auf der Achterposition kann man mit nach vorne gehen und Tore erzielen, man hat insgesamt mehr Ballkontakte", findet der Spieler. Er will vor dieser Rolle nicht davonlaufen: "Ich bin jetzt hier, habe Bock aufs Trainingslager und will mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Darauf liegt mein Fokus."

Die Karriere in den Nachwuchsteams des DFB hat Öztunali in diesem Sommer mit dem zweiten Platz bei der U-21-EM beendet. Zwei Jahre zuvor hatte er mit dem Team den Titel geholt. 2014 war er U 19-Europameister geworden. "Nach dem verlorenen Finale war die Enttäuschung groß, aber insgesamt war es ein positiver Auftritt der gesamten Mannschaft, es hat jeder sehr viel mitgenommen. Mit meinen Torvorlagen habe ich dazu beigetragen, dass wir so weit gekommen sind", sagt er. Durch Platz zwei qualifizierte sich das Team für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort kann Öztunali aber nur starten, falls er eine der begehrten Wildcards für ältere Spieler erhält.

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