Auf Beierlorzer warten die Abschiedsgespräche

Kölns Kaderplaner halten Wort und holen Qualität

Armin Veh und Frank Aehlig

Holten bisher Qualität nach Köln: Armin Veh und Frank Aehlig. imago images

Noch sind ein paar Verkaufskandidaten dabei, denen der Trainer in Gesprächen klarmachen wird, dass ihre Perspektiven in Köln eher mau sind. Und es fehlen noch ein Innenverteidiger und ein Sechser.

Der ist zwar gefunden und beim FC hofft man, in der kommenden Woche mit Ellyes Skhiri (24) und dessen Verein HSC Montpellier alles unter Dach und Fach zu bringen. Doch der Tunesier - zuletzt mit seinem Nationalteam beim Afrika-Cup auf Platz vier - braucht nach knapp 50 Pflichtspielen in dieser Saison vor allen Dingen eines: Urlaub.

Armin Veh, der die Personalie weiterhin nicht kommentiert, sagte dem Onlineportal "Geissblog" vielsagend: "Wenn es stimmen würde, würde derjenige, der am Afrika-Cup teilgenommen hat, nicht mit ins Trainingslager kommen."

Quartett mit Sofort-Hilfe-Qualitäten

Gelingt der Transfer - unterschrieben ist nach kicker-Informationen noch nichts - dürften sich die Kaderplaner des FC durchaus auf die Schulter klopfen. Veh und Lizenzspieler-Chef Frank Aehlig hatten vor der Saison außer Kingsley Schindler vier Neuzugänge angekündigt, die allesamt über die Qualität verfügten, sofort spielen zu können.

Mit Rechtsverteidiger Kingsley Ehizibue (PEC Zwolle) kam ein Stammspieler aus der holländischen Eredivisie, mit Birger Verstraete (KAA Gent) ein Spieler aus dem erweiterten Kader der belgischen Nationalmannschaft, die immerhin führend in der FIFA-Weltrangliste ist. Skhiri ist Führungsspieler, sowohl beim HSC Montpellier (zuletzt Sechster der Ligue 1) als auch in der tunesischen Nationalmannschaft, für die er bereits 2018 drei Spiele bei der WM absolvierte.

Aufsteiger investiert mehr als zehn Millionen Euro

Das alles klingt nach Qualität. Die gilt es nun für die Mannschaft heraus zu kitzeln. Dass der FC tatsächlich mehr investierte als die zunächst kommunizierten zehn Millionen Euro (und ein Innenverteidiger soll ja auch noch kommen), sollte keinen in Angst und Schrecken versetzen. Sowohl Verstraete als auch Skhiri - wenn er denn kommt - dürften bei normalen Leistungen schnell ein mehrfaches ihrer Ablösesummen (jeweils rund vier Millionen Euro) einbringen.

Frank Lußem

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