Bayerns Nummer 9 fordert endlich Verstärkungen

Lewandowski: "Ohne Transfers wird es schwierig"

Robert Lewandowski

Wartet auf Neuverpflichtungen beim FC Bayern: Robert Lewandowski. picture alliance

Aus Los Angeles berichtet Frank Linkesch

Wenn Robert Lewandowski etwas zu sagen hat, dann sagt er es deutlich. Diesen Status hat sich der 30-jährige Torjäger verdient. Also forderte er am Dienstagabend (Ortszeit) in Los Angeles Transfertaten seines Arbeitgebers FC Bayern: "Es ist nicht optimal, dass wir im Moment so wenig Profispieler im Kader haben. Wir brauchen mehr Spieler, für die Konkurrenz, aber auch für die Qualität im Training. Ich hoffe, dass bald etwas passiert." An seinen ambitionierten Zielen mit dem FC Bayern lässt der 30-Jährige keinen Zweifel, er sagt aber auch: "Ohne Transfers wird es schwierig, um große Titel zu spielen. In den letzten zwei Jahren hat Bayern keine großen Transfers gemacht."

Lewandowski bleibt natürlich selber ein wichtiger Mosaikstein für erfolgreiche Jahre beim FC Bayern. Seinen noch bis 2021 laufenden Vertrag soll er bis 2023 verlängern, heißt es seit Wochen. Man befinde sich in Gesprächen, bestätigt der viermalige Gewinner der kicker-Torjägerkanone. Verstärkungen für die Mannschaft seien dabei ein Punkt, jedoch nicht der wichtigste.

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Lewandowskis Worte klingen jedenfalls nicht nach einem baldigen Abschied: "Ich fühle mich in München sehr wohl, auch zum Leben, nicht nur zum Spielen." Über ein mögliches Karriereende bei den Bayern mag er freilich nicht reden, auch wenn wer nach Ende des anvisierten neuen Vertrages schon knapp 35 Jahre alt wäre. "Ich will noch länger als vier Jahre spielen, fühle mich nicht wie bald 31 Jahre." Der Schlüssel für eine möglichst lange, erfolgreiche Laufbahn sei die Fitness. "Alles, was ich mache, soll helfen, dass ich länger spielen kann. Eine Fußballkarriere dauert nicht so lange. Ich versuche, das Beste aus dieser Zeit zu machen. Dafür will ich in guter körperlicher Verfassung sein."

Das ist Lewandowski zweifellos, Karl-Heinz Rummenigge attestiert ihm gar einen Körper wie Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger. Jene Wertschätzung, die der Austro-Amerikaner in Kalifornien genießt, gewährt Niko Kovac auch seinem Stürmerstar. In der vergangenen Saison machte er ihn neben Thomas Müller zum Stellvertreter von Kapitän Manuel Neuer. "Es war meine Absicht, Lewy die nötige Wertschätzung und Anerkennung zu geben, die er verdient. Man hat gemerkt, dass es ihm sehr viel bedeutet, die Kapitänsbinde zu tragen. Ich sehe, dass er sich sehr einbringt", lobt der Trainer. Führungsspieler nennt man das in der Branche. Als solcher wird er gehört, auch zur Transferpolitik.

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