Düdelingen scheitert auf Malta

Dank Marin: Roter Stern übersteht erste Quali-Runde

Marko Marin

Aufgabe erfüllt: Marko Marin und Roter Stern Belgrad lösten das Ticket für die 2. Qualifikationsrunde zur Champions League. imago images

Das 0:0 im Hinspiel hatte für eine nicht ganz ungefährliche Ausgangslage für die Serben gesorgt, aber bereits in der 4. Minute brachte Richmond Boakye mit einem fulminanten Schuss aus spitzem Winkel die Heimelf in Führung. Noch vor dem Seitenwechsel legte Marin dann nach: Der ehemalige Nationalspieler, der in der abgelaufenen Saison zum Spieler der Saison in Serbien gewählt worden war und sein Team als Kapitän aufs Feld führte, schloss einen feinen Spielzug zum 2:0 ab (29.).

Für den negativen Höhepunkt der Partie sorgte Belgrads Verteidiger Gobeljic mit einem rüden Foul gegen den Litauer Slavickas, der sich bei der Aktion, wie sich später herausstellte, einen doppelten Unterschenkelbruch zuzog und nun monatelang ausfallen wird. Gobeljic sah folgerichtig Rot und entschuldigte sich im Nachhinein unter Tränen. "Es war keine Absicht und es tut mir sehr leid, dass es so gekommen ist", sagte der 26-Jährige, dessen Team auf dem Platz den Vorsprung zu zehnt noch über die Zeit gerettet hatte. Der Anschlusstreffer für die Litauer durch Topcagic in der Nachspielzeit kam zu spät.

In der 2. Qualifikationsrunde trifft Roter Stern nun auf den finnischen Meister HJK Helsinki (3:0 und 2:2 gegen HB Torshavn aus Färöer).

Vergangene Saison hatte Belgrad auf spektakuläre Art und Weise im Rückspiel gegen RB Salzburg zum ersten Mal das Ticket für die Gruppenphase der Königsklasse gelöst und dort unter anderem mit 2:0 gegen den späteren Sieger FC Liverpool gewonnen.

Düdelingen muss die Segel streichen

Für einen weiteren Salzburg-Schreck der Vergangenheit ist die Qualifikation hingegen frühzeitig beendet. Der F91 Düdelingen aus Luxemburg musste sich auf Malta mit einem 1:1 beim FC Valletta begnügen - nach dem 2:2 im Hinspiel vor heimischer Kulisse zu wenig, um in die 2. Runde einzuziehen. 2012 hatte Düdelingen den österreichischen Meister aus Salzburg sensationell in der Qualifikation geschlagen. Eine weitere spektakuläre Außenseiter-Geschichte wird es für die Luxemburger nun nicht geben.

mib/drm