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Rohr und Nigeria: "Werden uns zusammensetzen"

Trainer kündigt Gespräch mit Verbandsführung an

Rohr und Nigeria: "Werden uns zusammensetzen"

Gernot Rohr

Nach der Niederlage auf dem Weg zu seinen Spielern: Gernot Rohr. picture alliance

"Es war ein großer Kampf bis zur letzten Minute", resümierte Rohr nach der schmerzhaften 1:2-Niederlage gegen Algerien: "Ich glaube, die Spieler wollten in die Verlängerung gehen, weil sie dachten, Algerien würde dann müde werden." Doch soweit kam es nicht - mit einem direkt verwandelten Freistoß machte Riyad Mahrez unmittelbar vor Ablauf der regulären Spielzeit Nigerias Hoffnungen zunichte.

So musste Rohr seinen Traum vom Finale mit Nigeria begraben und seine Mannschaft stattdessen auf das nächste Ziel einstimmen. "Wir wollen uns jetzt vorbereiten, den dritten Platz zu holen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Auch dieser wäre für die Mannschaft ohne Stars ein beachtlicher Erfolg. Gegner am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ist Tunesien.

Und danach? Rohrs Vertrag mit dem nigerianischen Verband läuft noch ein Jahr, besitzt aber beiderseits Klauseln auf eine vorzeitige Trennung. "Wir werden uns nach dem Turnier zusammensetzen und darüber diskutieren, ob man sich mit dieser Politik der Jugendarbeit und Verjüngung der Mannschaft noch ein bisschen Zeit geben kann, um tatsächlich ganz nach oben zu kommen", erläuterte Rohr.

"Es gibt aber auch viele Probleme"

Seit fast zehn Jahren arbeitet der 66-Jährige auf dem schwarzen Kontinent, erstmals in seiner langen Laufbahn beim Afrika-Cup stand er am Sonntagabend im Halbfinale. "Ich habe Spaß mit dieser Mannschaft", versicherte Rohr. "Wir haben eine Mannschaft, die jung und entwicklungsfähig ist." Gleichzeitig räumte er aber auch ein, dass es "viele Probleme" gebe. "Da muss man Lösungen finden", erklärte Rohr und meinte damit etwa die nicht immer reibungslose Zusammenarbeit zwischen Sportministerium und Verband. Da müsse Solidarität herrschen. "Das wünsche ich mir, das war nicht immer der Fall."

Man darf gespannt sein, ob der gemeinsame Weg auch wirklich noch ein Jahr lang beschritten wird.

dpa/cfl

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