Wechsel des Dortmunders ist offiziell

Diallo zu PSG - BVB nimmt "werthaltiges Angebot" an

Abdou Diallo

Zieht weiter nach Paris: Abdou Diallo. imago images

"Im Defensivbereich sind wir gut aufgestellt, sowohl was die Anzahl der Spieler als auch deren Qualität angeht. Abdou wollte das Angebot aus seinem Heimatland unbedingt annehmen, und für uns ist es ein ausgesprochen werthaltiges", erklärt BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Nach kicker-Informationen erhält Dortmund einen Sockelbetrag von 32 Millionen Euro für den Spieler. Zwei Millionen Euro, die an eine leicht zu erreichende Zahl an Einsätzen gekoppelt sind, können durch Bonuszahlungen hinzukommen. Vergangenen Sommer hatten die Westfalen Diallo für 28 Millionen Euro vom 1. FSV Mainz 05 geholt und ihn mit einem Vertrag bis 2023 ausgestattet. Bei PSG unterschrieb er bis 2024.

"Das hat sich so ergeben", hatte Zorc bereits nach der Ankunft in den USA über den Wechsel gesagt. "Abdou hat für sich entschieden, dass er eine andere Herausforderung annehmen möchte, und für uns hat es wirtschaftlich gepasst. Deshalb haben wir dem Wechsel zugestimmt."

Mit seinem ersten Jahr in Dortmund war Diallo unzufrieden

Nach dem Kauf von Mats Hummels war klar, dass der BVB angesichts des Überangebots an Innenverteidigern noch Abgänge auf dieser Position anstrebt. Neben Hummels und Diallo stehen Coach Lucien Favre für das Abwehrzentrum noch Manuel Akanji, Dan-Axel Zagadou, Ömer Toprak und Leonardo Balerdi zur Verfügung. Auch Julian Weigl, eigentlich auf der Sechs zuhause, kann innen verteidigen, wie er insbesondere in der vergangenen Rückrunde bewies.

Mit seinem ersten Jahr in Dortmund war Diallo (27 Bundesliga-Einsätze, kicker-Notenschnitt 3,93) unzufrieden, weil er zu selten in der Innenverteidigung eingesetzt worden war, stattdessen musste er häufig auf der linken Abwehrseite aushelfen. "Wir müssen sehen, ob die Vision noch die gleiche ist", hatte Diallo deshalb Anfang Juli bereits in einem Interview mit der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" gesagt, in dem er PSG als "schönes Projekt" bezeichnete.

Diallo nennt das PSG-Projekt "äußerst attraktiv"

In der PSG-Mitteilung vom Dienstagabend wird Diallo mit ähnlichen Worten zitiert. Der Wechsel in die Hauptstadt sei "ein weiterer wichtiger Schritt in meiner Karriere", das Pariser Projekt "äußerst attraktiv".

Nach Diallos Rückkehr in die Heimat wird der BVB aller Voraussicht nach mit Zagadou als Innenverteidiger Nummer drei hinter Akanji und Hummels in die Saison gehen. Da Weigl nicht abgegeben werden soll und Toprak signalisiert hat, den Verein nicht verlassen zu wollen, könnte eine Ausleihe von Balerdi ein Thema werden. Der junge Argentinier (20) benötigt dringend Spielpraxis, die er in Dortmund nur schwer erhalten dürfte.

aho/jpe/md

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