Wie beim FCA ist der Franzose momentan als Rechtsverteidiger gefragt

Jonathan Schmid: "Ich habe Freiburg vermisst"

Jonathan Schmid

Wieder für Freiburg am Ball: Rückkehrer Jonathan Schmid. imago images

Schmid gehörte bei seinem Ex-Verein zur Elf der ersten Halbzeit und übernahm wie schon in der Vorwoche die Rechtsverteidigerposition, auf der er auch viele offensive Akzente setzte. Das Tor zum 1:0 von Lucas Höler bereitete er vor und er lieferte auch die Vorlage für eine weitere Großchance des Stürmers kurz vor der Pause. Zwischendurch klärte Schmid eine Offenburger Chance in letzter Sekunde, konnte aber nicht verhindern, dass Fabian Herrmann kurz darauf traf. "Die Offenburger wollten sich zeigen und hatten keinen Druck", erklärte Schmid den mutigen Auftritt des Verbandsligisten. In Offenburg zu spielen, sei für ihn selbst "immer besonders".

Dabei hat der 29-Jährige nur ein halbes Jahr in der U 19 des OFV gekickt. Aber die Station war für ihn das Sprungbrett zum SC Freiburg, zu dem er gerne schon früher gegangen wäre. "Ich hatte viele Briefe geschickt und gefragt, ob ich ein Probetraining bekommen kann, aber ich habe keine Antwort gekriegt", erzählt er grinsend. In einem Pokalspiel mit dem OFV gegen den Sport-Club schoss "Johnny" ein Tor und der damalige A-Jugendtrainer Christian Streich lud ihn zu dem lange erhofften Training ein. Daraus ist eine intensive Spieler-Trainer-Beziehung entstanden, die jetzt wiederbelebt wird.

2008 wechselte Schmid zum Sport-Club und blieb zunächst bis 2015. Nach einem Jahr in Hoffenheim und drei in Augsburg zog es ihn und seine Familie wieder in die Nähe seiner Heimat Straßburg, zum SC und zu Streich. In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Augsburg in der Rückrunde der vergangenen Saison hatte sich Streich ausführlich zu seinem ehemaligen Schützling geäußert und ein paar Anekdoten erzählt, von seinen akrobatischen Fertigkeiten auf dem Fahrrad und beim Saltosprung in einen Fluss während des Trainingslagers. "Johnny ist ein unfassbares Bewegungstalent, aber er war mir zu still, zu introvertiert, ich musste ihn ab und zu wecken", sagte Streich damals. Das Video der Pressekonferenz hat sich Schmid mit seiner ganzen Familie angeschaut, "und wir haben sehr gelacht".

Keine Eingewöhnungsphase

Der Franzose bezeichnet sich immer noch als "eher stillen Typ, aber auf dem Platz ist das anders - und besser Deutsch kann ich inzwischen auch". Das erleichtert seine Wiedereingliederung in Freiburg genauso wie die Tatsache, dass er auch noch einige Mitspieler kannte. "Ich muss mich nicht eingewöhnen", sagt Schmid, "es ist sehr schön wieder hier zu sein. Ich habe Freiburg vermisst und meine Familie auch."

Zunächst Rechtsverteidiger

Wie in der vergangenen Saison beim FC Augsburg ist er beim SC derzeit vor allem als Rechtsverteidiger gefragt und dürfte das wohl auch zu Saisonbeginn sein, da Lukas Kübler (nach Sprunggelenkbruch) noch in der Reha ist, Pascal Stenzel an den VfB Stuttgart verliehen wurde und André Barbosa aus der U 23 noch nicht genügend Erfahrung hat. Beim SC hat Schmid früher auch schon ab und zu auf dieser Position gespielt, hofft allerdings, dass er zukünftig wieder auf seine Lieblingsposition auf der offensiven Außenbahn zurückkehren kann. Bis dahin gilt für ihn jedoch: "Hauptsache ich spiele."

Daniela Frahm

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