Trainer sieht einige Mängel, bleibt aber gelassen

Bosz: "Wir haben die Kondition für 30 Minuten"

Sieht noch ordentlich Verbesserungspotenzial: Leverkusens Trainer Peter Bosz.

Sieht noch ordentlich Verbesserungspotenzial: Leverkusens Trainer Peter Bosz. imago images

Peter Bosz neigt nicht zu Hysterie. Vielmehr strahlt der Niederländer Gelassenheit aus. Und dementsprechend unaufgeregt ordnete der Werkself-Trainer auch die beiden ersten Testspiel-Niederlagen gegen zwei international eher drittklassige Gegner ein. "Dass die Spieler müde sind, ist normal. Wir sind in der zweiten Woche der Vorbereitung und machen es immer schwerer für die Spieler. Und das kann man auch sehen", erklärte Bosz, warum das Spiel seiner Mannschaft bislang nur Spurenelemente von den Leistungen enthält, die Bayer 04 in der Rückrunde noch in die Königsklasse führten.

Folglich wollte er auch offensichtliche Mängel wie die schlechte Umschaltbewegung in die Defensive nicht überbewerten, die beim 0:1 gegen Sittard zu erkennen war. "Wir können jetzt das Spiel analysieren, aber das hat keinen Sinn. Ich sehe es im Rahmen der Vorbereitung: Da müssen die Spieler Schritte machen. Da ist es klar, dass die Spieler noch nicht fit sind - auch im Umschalten", sagte Bosz, der hingegen das Positive betonte: "Aber wir haben in den ersten 30 Minuten gegen Eupen gesehen, dass da das Umschalten sehr gut geklappt hat. Da haben wir gleich Druck gemacht. Das ist das Spiel, das wir normalerweise 90 Minuten durchhalten müssen."

U-19-Spieler ersetzen Nationalspieler

Daran wird er mit der Mannschaft von Montag an im Trainingslager in Zell am See/Kaprun (Österreich) arbeiten. In welchen Bereichen er dort Fortschritte erreichen möchte, ist klar. Bosz erklärt: "Der Schwerpunkt im Trainingslager wird unsere Spielweise sein. Dass wir sie verbessern. Und dass die Neuzugänge wissen, was wir von ihnen wollen. Und auch die Kondition muss sich verbessern." In den Tests am Samstag habe man gesehen, "dass wir die Kondition für 30 Minuten haben".

Im Salzburger Land sollen seine Profis einen Schritt vorankommen - soweit sie denn dabei sind. Auch nächste Woche werden noch drei Profis fehlen, die mit ihren Nationen im Turniereinsatz waren. "Wir müssen wieder Nachwuchsspieler mitnehmen, weil Jonathan Tah, Charles Aranguiz und Leon Bailey noch nicht da sind", so Bosz, der Ayman Azhil, Samed Onur, Cem Türkmen und Yannik Schlößer aus der Leverkusener U-19-Mannschaft mit nach Österreich fahren lässt.

Stephan von Nocks

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