Stuttgart: Der Belgier gehört zu den Qualitätsspielern

Mislintat ehrt Rückkehrer Mangala

Orel Mangala

Freut sich auf die Aufgabe beim VfB: Rückkehrer Orel Mangala. imago images

Der Rückkehrer macht kein Geheimnis aus seinen enttäuschten Hoffnungen. Natürlich wäre er gerne zu einem Bundesligisten zurückgekehrt. Zum VfB, dessen Abstieg er in den beiden Relegationsspielen gegen Union Berlin in Brüssel bei der Familie vor dem Fernseher mitverfolgt hat. Dennoch, so der U-21-Nationalspieler, "tut es mir gut, wieder zurück zu sein. Ich freue mich auf die Aufgabe".

Die da Wiederaufstieg heißt, und die er im Vorjahr mit den Hamburger nicht geschafft hat. Vergleicht man die Traditionsmannschaften, so verfügten bzw. verfügen beide "über viel Qualität. Wir haben jetzt viele Neuzugänge. Das muss alles erst einmal zusammenwachsen. Aber momentan klappt es sehr gut, wir sind viel zusammen, reden viel miteinander. Das ist wichtig für diesen Prozess".

"Ich muss jetzt mehr in die Tiefe laufen"

Wie auch das zusammenfinden auf dem Rasen, wo Tim Walter den Spielern viel abverlangt verlangt. "Der Trainer", so Mangala, "will, dass wir auf unseren Positionen flexibel sind, dass wir die ganze Zeit rotieren. Ihm ist wichtig, dass wir in den Rücken des Gegenspielers kommen und immer frei anspielbar sind". Eine ganz andere Art des Spiels, wie es der gebürtige Belgier kongolesischer Abstammung gewohnt ist. "Für mich ist das etwas ganz Neues. Ich war bisher immer breiter positioniert und muss jetzt mehr in die Tiefe laufen. Um dieses Spielweise ganz zu verstehen, brauche ich noch ein bisschen. Aber wir haben noch genügend Zeit, um die Spielweise zu verinnerlichen."

Vor allem der Mittelfeldspieler, der sich für die Sechs, Acht und sogar Zehn befähigt fühlt, sollte das mit seiner Spielintelligenz hinbekommen. "Er ist einer derjenigen, der mehrere Positionen im Mittelfeld spielen kann", bekräftigt Sven Mislintat. Wenn auch "weniger die Zehn. Mir gefällt er auf der Sechs und Acht besser. Für die Zehn haben wir andere Optionen". Dennoch ist Mangala "fester Bestandteil unserer Gruppe der Qualitätsspieler". Und zudem "mit einem gewissen Erfahrungsschatz" ausgestattet, den der Sportdirektor schätzt.

"Varianz an Qualität"

Mislintat ehrt den Rückkehrer. "Orel hat von dem Leihjahr profitiert", sagt Stuttgarts Kaderplaner. "Sogar mehr als wir." Vor allem, weil der zeitweise beim BVB und vor allem beim RSC Anderlecht ausgebildete Jungprofi "eine Varianz an Qualität mitbringt, die wir super gebrauchen können". Damit meint Mislintat "die physische Komponente. Er ist ein anderer Typus Spieler, als die anderen Jungs, die wir haben". Ein Sextett bestehend aus Mangala, Gonzalo Castro, Daniel Didavi, Santiago Ascacibar, Philipp Klement, Atakan Karazor und den Talenten Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly. "Wir haben sechs absolute Topspieler und zwei Herausforderer für vier Positionen in der Raute." Ein enges Rennen ist garantiert. Mit der Hoffnung, dass dies zu besseren Leistungen und Erfolgen führt. "Wir müssen dafür sorgen, dass die Spieler jeden Tag um die vier Plätze kämpfen. Jeden Tag müssen sie sich herausfordern, damit die Qualität so hoch wie möglich ist. Wenn alle, die mal auf der Bank sitzen, weiter Gas geben, um reinzukommen, dann bleibt das Qualitätsniveau hoch. Damit haben wir eine hohe Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen."

George Moissidis

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