Rechtsaußen hofft auf mehr Raum für seine Aktionen als in Paris

Bayer-Zugang Diaby: "Tuchel habe ich viel zu verdanken"

Moussa Diaby

Will zum schnellen Bayer-Offensivspiel seinen Beitrag leisten: Moussa Diaby. imago images

Aus der Weltstadt Paris ins beschauliche Leverkusen: Die Veränderungen dürften für Moussa Diaby auch abseits des Fußballplatzes intensiv sein. Doch der Kulturschock sei gar nicht so groß gewesen, sagt der junge Franzose, den Bayer für eine Ablöse von 15 Millionen Euro von Paris St. Germain an den Rhein holte. Und das, obwohl Diaby bislang allein zurechtkommen muss: Freunde und Familie kommen erst später nach. "Das ist in der Vorbereitung besser so. Da gibt es viel zu regeln", sagt Diaby. Deutsch spricht er noch nicht, bislang muss Trainer Peter Bosz dolmetschen. Der spielte einst drei Jahre in Toulon, den Rest erledigt Diaby mithilfe von Übersetzer-Apps.

In Paris kam Diaby in der vergangenen Saison immerhin auf 25 Ligaspiele, davon elf Einsätze von Beginn an. "Das habe ich vor allem Tuchel zu verdanken. Er gab mir die Chance", sagt Diaby über seinen Ex-Trainer. Von Stars wie Neymar oder Kylian Mbappé habe er viel lernen können: "Für uns junge Spieler war das sehr gut, mit ihnen zu spielen und Ratschläge zu bekommen." Doch Diaby will nun selbst zum Star reifen. "Ich bin nach Deutschland gekommen, um den nächsten Schritt zu machen. Herr Tuchel hat mich in dieser Entscheidung bestärkt", verrät er. Dabei hätte PSG den gebürtigen Pariser aus dem eigenen Nachwuchs wohl gern behalten. "Ich bin jetzt aber in dem richtigen Alter für einen Wechsel und möchte so viel spielen wie möglich."

"Schnell nach vorn - das passt zu mir"

Sich selbst sieht Diaby als Rechtsaußen, stellt sich aber auch auf anderen Positionen in den Dienst der Mannschaft. "Ich möchte so viele Spiele wie möglich gewinnen. Auch in der Champions League", betont der Stürmer. In Deutschland hofft er nun, auf dem Rasen mehr Raum für seine Aktionen zu bekommen. "Gegen Paris haben die meisten Klubs sehr defensiv gespielt und mehr verhindert, als gespielt. In Deutschland will jede Mannschaft gewinnen."

Ab Montag weilt Bayer 04 im Trainingslager in Österreich, wo Bosz weiter an seinem Offensivfußball arbeiten wird. "Die Art, wie hier gespielt wird, passt zu mir", sagt Moussa Diaby. "Schnell nach vorn. Dazu möchte ich etwas beitragen."

Jim Decker

kicker.tv Hintergrund

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