Neuzugang würde "überall" bei Bayern spielen

Pavard hat "Hunger" - und relativiert Satz über den VfB

Benjamin Pavard

Erster Auftritt im Bayern-Trikot: Benjamin Pavard am Freitag in der Allianz-Arena. picture alliance

Am Freitagmittag stellte der FC Bayern Neuzugang Benjamin Pavard (23) vor, und bei diesen Sätzen staunten die Medienvertreter im Münchner Presseraum nicht schlecht. "Es tut mir leid, dass ich noch ein Jahr in Stuttgart geblieben bin", übersetzte die Dolmetscherin plötzlich. Anstatt mit abzusteigen, "hätte ich schon nach der WM gehen sollen". Wie bitte?

Doch offenbar hatte Pavard gar nicht vor, gegen seinen bisherigen Arbeitgeber nachzutreten. "Ich wollte das so", relativierte er später auf Nachfrage und meinte seinen Verbleib im Sommer 2018: "Er verdanke dem VfB viel, "auch, dass ich Weltmeister geworden bin. Da war es logisch, dass ich noch ein Jahr länger bleibe." Außerdem lerne man dazu, wenn man Schwierigkeiten durchmacht. "Der Abstieg", versicherte Pavard, "setzt mir wirklich noch zu."

"Er macht uns nicht nur flexibel, sondern auch stärker"

Dass er 2019/20 beim FC Bayern spielen würde, stand schon lange fest. Doch wo genau - das weiß auch Pavard bis jetzt nicht; es könnte sich immer wieder ändern. "Er ist auf allen Positionen in der Dreier- oder Vierkette einsetzbar", sagt FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic über den 35-Millionen-Euro-Neuzugang. "Ich spiele überall", sagt dieser selbst: "In der Dreier- oder Viererkette oder auch im Mittelfeld."

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Pavard, der beim VfB meistens innen-, in Frankreichs Nationalmannschaft stets rechts verteidigt, zeichne Spielintelligenz, "ein sehr geschicktes Defensivverhalten" und "sehr gute Technik" aus, findet Salihamidzic. "Er macht uns nicht nur flexibel, sondern auch stärker." Und er habe mit seinen erst 23 Jahren schon "die Extreme des Fußballs kennengelernt": Weltmeister 2018, Abstieg 2019.

Und 2020? Pavards Magen knurrt schon: "Ich habe Lust, alle Titel zu gewinnen. Ich habe Hunger", sagt er und fühlt sich für den ständigen Erfolgsdruck bei Bayern gerüstet. "Der Klub macht mir keine Angst." Er kenne das ja aus der Nationalmannschaft.

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jpe/GH

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