Kölns Geschäftsführer hofft auf Ruhe im Verein

Veh zufrieden: "Beierlorzer kann eine Mannschaft führen"

Zufrieden mit dem, was er unter dem neuen Coach sieht: Kölns Geschäftsführer Armin Veh und Achim Beierlorzer.

Zufrieden mit dem, was er unter dem neuen Coach sieht: Kölns Geschäftsführer Armin Veh und Achim Beierlorzer. imago images

Ein heftiger Regenschauer, verbunden mit einer Unwetterwarnung, sorgte am Freitagvormittag für eine Unterbrechung des Trainings beim 1. FC Köln, erst als das Gewitter über Donaueschingen hinweg gezogen war, konnte Trainer Achim Beierlorzer seine Profis wieder auf den Rasen bitten.

Dies war das erste Störfeuer in einem ansonsten harmonischen Trainingscamp, das der neue Trainer in erster Linie unter den Oberbegriff "Kennenlernen" gestellt hat. Geschäftsführer Armin Veh ist hörbar zufrieden mit dem, was er sieht, sagte in einem Interview mit der "Kölnischen Rundschau" über die Verpflichtung des Trainers: "Entscheidend ist für mich (...) nicht die Trainingsarbeit, sondern ob man als Mensch eine Mannschaft führen kann. Das kann man natürlich erst in einem persönlichen Gespräch erkennen. Achim war (...) der erste und auch der letzte Trainer, mit dem ich gesprochen habe. Nach den Gesprächen war ich von ihm überzeugt."

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Diese Überzeugung basiert vor allen Dingen darauf, dass Beierlorzer nicht den Trainertyp verkörpert, der den Fußball extrem verwissenschaftlicht. Moderne Methoden - ja. Aber immer gekoppelt mit einer Menge Empathie, Persönlichkeit, Ausstrahlung. Da sieht Veh den FC gut bedient: "Ich bin (...) sicher, dass diese Aufgabe und die Mannschaft bei ihm in guten Hände sind. Da muss ich mich künftig weniger drum kümmern. Natürlich haben wir uns über die Art, wie er Fußball spielen lassen, wie er es umsetzen will und wie er die Spieler einschätzt, unterhalten. Das ist wichtig. Ich bin ein Gefühlsmensch. Und mein Gefühl sagt mir, dass wir nicht nur einen guten Trainer bekommen haben, sondern auch einen, der eine Persönlichkeit hat und die Spieler führen kann."

es ist wichtig, dass man innerhalb des Vereins keine Spielchen spielt und ehrlich miteinander umgeht.

Armin Veh

Gerade für einen Aufsteiger ist der Zusammenhalt die Basis bei Erfolg und Misserfolg. Dies über die Mannschaft hinaus. Weshalb Veh noch einen Appell hinaus in den FC-Kosmos schickt, der sich ja gerne einmal aufgeregt präsentiert und noch lieber der Welt seine Befindlichkeiten mitteilt: "Ruhe ist wichtig. Denn Unruhe kann schon allein dadurch entstehen, dass sich sportlicher Erfolg nicht so einstellt, wie es erhofft war. Deshalb ist es wichtig, dass man innerhalb des Vereins keine Spielchen spielt und ehrlich miteinander umgeht. Das heißt nicht, dass man innerhalb des Vereins nicht kontrovers diskutieren kann. Aber nach außen muss man zusammenhalten. Und es darf sich keiner wichtiger nehmen, als er ist, weder im Erfolg noch im Misserfolg."

Am Sonntag endet das erste Trainingslager mit einem Testspiel beim SSV Reutlingen (13. 30 Uhr, Stadion an der Kreuzeiche), einem Ex-Klub von Armin Veh. Nach der Partie geht es per Flieger von Stuttgart aus zurück nach Köln.

Frank Lußem

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