Auftakt der Schwimm-Weltmeisterschaften in Südkorea

Hausding steht nach "Nervenkampf" im Ein-Meter-Finale

Patrick Hausding

Neunter in der Qualifikation: Rekordeuropameister Patrick Hausding. picture-alliance

Der Rekordeuropameister qualifizierte sich am Freitag in Gwangju im nicht-olympischen Wettbewerb als Neunter mit 357,20 Punkten für die Entscheidung der besten zwölf Kunstspringer am Sonntag. Sein 22 Jahre alter Teamkollege Frithjof Seidel sammelte als 34. WM-Erfahrung und verpasste den Endkampf deutlich. Den ersten Vorkampf der Titelkämpfe gewann der Chinese Wang Zongyuan mit 429,40 Zählern.

"Das war ein ganz schöner Nervenkampf. Wenn man so eine unglückliche Saison hat wie ich bis jetzt, wird man immer nervöser", sagte Hausding. Doch der 30-Jährige spielte seine Routine aus und kämpfte sich mit dem dreieinhalbfachen Salto vorwärts gehechtet im dritten von sechs Durchgängen "zurück ins Rennen". "Das war ein bisschen turnierpferdmäßig. Zwölfter vor der letzten Runde wünscht sich keiner", sagte Hausding, der in Südkorea noch im Einzel und im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett startet.

Schwierige Saison - Pfeif fällt aus

"Wir haben es extra so gemacht, dass er den Ein-Meter-Wettbewerb zum Einspringen nimmt", sagte Bundestrainer Lutz Buschkow. Hausding hat verletzungsbedingt bisher eine schwierige Saison hinter sich, zudem wurde er kurz vor der WM noch von einer Mittelohrentzündung gebremst. "Er kann eine mentale Stärke mitnehmen", sagte Buschkow nach dem Vorkampf. In der Vorausscheidung der Damen belegte Lena Hentschel Platz 21 vom Ein-Meter-Brett. Vielstarterin Tina Punzel ließ den Wettbewerb aus, weil sie sich auf die olympischen Disziplinen konzentriert.

Einen Ausfall haben die Wasserspringer auch zu verkraften. Wegen Rückenproblemen muss die 17-jährige Pauline Pfeif das WM-Debüt auf 2021 vertagen und kann diesmal nicht starten.

dpa