Bruder-Duo ohne Zukunft beim FCC

Nach Abgang von Florian Brügmann: Auch Felix vor dem Absprung?

Felix Brügmann, Florian Brügmann

Zwei Brüder mit gleichem Schicksal: Felix (li.) und Florian Brügmann. imago images

Es war in der 87. Minute der Partie zwischen Carl Zeiss Jena und der SpVgg Unterhaching, die am 35. Spieltag beide noch um den Klassenerhalt kämpften, als die Brüder Brügmann ihren Wert für den FCC unterstrichen: Nach einer Vorlage von Linksverteidiger Florian tauchte sein Bruder Felix vor dem gegnerischen Torwart auf, schob den Ball kalt in die Ecke und konnte damit den wichtigen 1:0-Siegtreffer erzielen. Mit diesem Tor und den daraus resultierenden drei Punkten konnte Jena die Abstiegsränge verlassen und letztendlich die Klasse halten. Zudem bestätigten die Brüder vor allem in den letzten fünf Partien, in denen Felix vier Tore und Florian vier Assists gelangen, ihre gute Form.

Florian momentan vereinslos

Während also im Mai noch von einer Vertragsverlängerung des Leistungsträgers Florian die Rede war, der in der neuen Saison als einer der "Eckpfeiler" in der Mannschaft fungieren sollte, wurde dessen Kontrakt nicht verlängert: Mit den Neuzugängen Patrick Schorr (VfR Aalen) und Tim Kirchner (Leihe vom Karlsruher SC) hat Jena zusätzlich zu Matthias Kühne, der jedoch noch an einem Kreuzbandriss laboriert, Pierre Fassnacht und dem gelernten Sechser Dominik Bock zwei weitere Konkurrenten für die Außenverteidiger-Positionen verpflichtet. Florian Brügmann, der auf eine Erfahrung aus 170 Drittliga-Einsätze (für Halle und Jena) sowie sechs Spiele in der 2. Bundesliga (für den VfL Bochum) zurückblicken kann, ist demnach zunächst vereinslos.

Viel Konkurrenz und weniger Startelfplätze

Wie die "Ostthüringer Zeitung" berichtete, steht auch sein Bruder Felix vor dem Ende seines Engagements in Jena: Nach dem Testspiel am vergangenen Samstag gegen den tschechischen Zweitligisten Usti nad Labem, in dem der 26-Jährige nicht im Kader berücksichtigt wurde, begründete FCC-Trainer Lukas Kwasniok gegenüber der Zeitung seine Wahl: "Ich habe 18 Spieler benannt und musste mich entscheiden." Unter den vier nominierten Stürmern befanden sich mit Kilian Pagliuca (FC Zürich), Meris Skenderovic (Leihe von der TSG Hoffenheim II) und Anton Donkor (VfL Wolfsburg II) drei Neuzugänge, sowie mit dem 18-jährigen Niklas Jahn ein Talent aus der U 19 im Aufgebot.

Doch nicht nur die neue Konkurrenzsituation erschwert Brügmanns Aussicht auf regelmäßige Einsätze, auch die Systemumstellung könnte ihm zu Lasten fallen: Während in der Vorsaison im 3-4-3 drei Stürmer aufliefen konnten, fällt ein Stürmer im neuen 4-4-2 mit Mittelfeldraute nun weg - und damit auch ein möglicher Platz für den Stürmer in der Startelf.

kon