Münchens Flügelspieler im Interview

Gnabry: "Der FC Bayern tickt anders"

Serge Gnabry

Serge Gnabry spielt mehrmals die Woche an der Konsole - und freut sich über künftige Konkurrenz bei den Bayern. Getty Images

An diesem Donnerstag verkündete der FC Bayern seine Partnerschaft mit Videospiel-Hersteller Konami. Serge Gnabry fungiert dabei als Botschafter. Im Rahmen dessen traf ihn der kicker zum Interview.

Wie oft spielen Sie an der Konsole, Herr Gnabry?

Das ist unterschiedlich, man spielt schon Playstation. Nicht jeden Tag, aber zwei-, dreimal die Woche etwa eine Stunde am Tag.

Ihre Freizeit wird nun wieder etwas weniger, der Urlaub geht zu Ende. Worauf haben Sie in der Sommerpause am meisten geachtet?

Der Urlaub ist für uns wie für jeden anderen. Man schaut darauf, aus der Arbeit und aus dem gewohnten Umfeld raus zu kommen, um abzuschalten und wieder Energie zu sammeln. Ich habe mich wenig mit Fußball beschäftigt, war in einer ganz anderen Welt und bin jetzt wieder frisch.

Der Urlaub gibt einem sicherlich auch Zeit zum Reflektieren. Was haben Sie aus Ihrem ersten Jahr beim FC Bayern mitgenommen?

Erstmal, dass der FC Bayern anders tickt.

Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns zu sehr auf Dortmund zu konzentrieren.

Serge Gnabry

Inwiefern?

Es ist ein ganz anderer Verein, man hat immer Erfolgsdruck, was gut ist und uns Spieler auch antreibt. Ich hatte neue Mitspieler, woran ich mich gewöhnen musste. Und dass wir Champions League gespielt haben - auch das war wieder neu für mich. Natürlich reflektiert man auch seine eigene Leistung. Aber ich habe schon versucht, über andere Dinge oder gar nicht nachzudenken. Ab Freitag geht es für mich wieder los, dann greifen wir an.

Was möchten Sie aus der vergangenen Saison ändern?

Ich will besser werden - in allen Bereichen.

Bayern hat Interesse an Leroy Sané. Würden Sie sich über einen neuen Konkurrenten auf der Außenbahn freuen?

Ja, ich würde mich schon über einen neuen Mitspieler freuen. Auf jeden Fall.

Über wen?

Das ist egal. (lacht) Hauptsache er ist gut und kann unserer Mannschaft weiterhelfen. Konkurrenz gehört immer dazu, ist wichtig, so verbessert sich derjenige und ich mich auch.

Man kann Kovac nichts vorwerfen.

Serge Gnabry

Was braucht Bayern, um auch im nächsten Jahr international weiter vorne mitmischen zu können?

Ich denke nicht, dass wir letztes Jahr untergegangen sind. Es war ein Spiel gegen Liverpool, das am Ende der Sieger war. Da kann man sich nicht beschweren. Deswegen, denke ich, hatten wir auch in der abgelaufenen Saison eine Mannschaft, mit der wir oben mitspielen konnten - und das wird auch in diesem Jahr wieder so sein.

Dortmund, der wohl größte Konkurrent in der Liga, hat in diesem Sommer schon einige Male zugeschlagen auf dem Transfermarkt. Was erwarten Sie von der kommenden Saison?

Enger kann es fast nicht mehr werden, da die Meisterschaft am letzten Spieltag entschieden wurde. Aber wir dürfen nicht den Fehler machen, uns zu sehr auf Dortmund zu konzentrieren. Wir müssen unsere Spiele gewinnen.

Wie nahmen Sie die Kritik am Trainer wahr? Sind die Vorbehalte alle ausgeräumt?

Wie ich vorhin schon sagte, der FC Bayern ist ein anderer Klub. Nichtsdestotrotz hatten wir Erfolg mit zwei Titel. Man kann ihm nichts vorwerfen.

Interview: Georg Holzner

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