Überraschungsteam verabschiedet sich im Viertelfinale

0:3 gegen Tunesien: Madagaskars Märchen endet

Tunesien jubelt - Ibrahim Amada will nicht hinschauen.

Tunesien jubelt - Ibrahim Amada will nicht hinschauen. picture alliance

Die Madagassen bemühten sich, sie rannten an, sie ließen nichts unversucht, doch am Ende mussten sie anerkennen, dass Tuniesen an diesem Donnerstagabend die reifere, die clevere, ja schlichtweg die bessere Mannschaft war im Al-Salam-Stadium in Kairo.

Zu Beginn hatten sie die Partie zwar noch offen gehalten; nachdem Khazri per Freistoß aber an der Latte gescheitert war (32.), wuchs der Druck Tunesiens mehr und mehr. Bis dato leidenschaftlich kämpfende Madagassen waren nun beinahe ausschließlich mit Defensivarbeit beschäftigt - und konnten sich glücklich schätzen, dass Khenissi kurz vor der Pause eine Großchance ausließ (41.).

Sassi bricht den Bann nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel schlug sich Tunesiens Überlegenheit aber auch auf der Anzeigetafel nieder: Zunächst zählte Khazris Tor wegen einer Abseitsstellung zwar nicht (47.), dann aber traf Sassi mit einem Schlenzer, der entscheidend abgefälscht wurde (52.).

Von Madagaskar kam jetzt nicht mehr viel. Im Gegenteil: Tunesien markierte in Person von Msakni nicht mal zehn Minuten nach dem ersten Tor das zweite, nachdem Madagaskars Torwart Adrien einen Khazri-Schuss noch abgewehrt hatte (60.). Der Underdog gab sich nicht auf, er kämpfte - und kassierte in der Nachspielzeit nach einem Konter doch den dritten Gegentreffer durch Sliti (90.+3).

lei

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