7. Etappe, Belfort - Chalon-sur-Saone (230 km)

Um Millimeter: Groenewegen ringt Ewan nieder

Dylan Groenewegen

Dylan Groenewegen jubelt über seinen Sieg auf der 7. Etappe in Chalon-sur-Saone. Getty Images

230 Kilometer standen am Freitag auf dem Programm, das sechste Teilstück war damit das längste der diesjährigen Tour de France. Und 218 Kilometer davon fuhren Yoann Offredo (Wanty Group) und Stephane Rossetto (Cofidis) alleine vor dem Hauptfeld.

Das Duo setzte sich relativ früh ab, doch die beiden Franzosen wurden von den Sprinterteams an der langen Leine gehalten. Mehr als sechs Minuten Vorsprung gönnte das Hauptfeld den beiden Ausreißern nicht.

106. Tour de France

Als es dann in der zweiten Rennhälfte immer flacher wurde, nahm auch der Vorsprung des Spitzenduos immer mehr ab. Rund zwölf Kilometer vor dem Ziel war es dann um den Fluchtversuch geschehen, es kam zum im Vorfeld erwarteten Massensprint. Dabei wurde der Mann im Grünen Trikot, Peter Sagan, von seinem Bora-hansgrohe-Team eigentlich in eine perfekte Ausgangslage gebracht, doch der Slowake musste am Ende Groenewegen (Jumbo-Visma) und dem Australier Ewan (Lotto-Soudal) den Vortritt lassen.

Nach dem Auftaktsieg von Mike Teunissen in Brüssel und dem Erfolg im Zeitfahren war es bereits der dritte Tagessieg für die belgische Equipe Visma-Jumbo. "Die Strapazen des Tages sind vergessen, wenn wir mit dem Tagessieg belohnt werden", sagte ein zufriedener Tony Martin. "Drei Etappensiege, gelbes Trikot - ich glaube, das sagt alles. Da wäre es in jedem Team extrem entspannt", erklärte der Deutsche in der ARD. "Es war ein wichtiger Sieg für Dylan nach dem harten Crash", fügte er an. Der 26 Jahre alte Niederländer, der beim Auftakt sechs Tage zuvor in Brüssel gestürzt war, strahlte im Ziel und erklärte: "Seit gestern fühle ich mich wieder gut. Mein Team hat stark gearbeitet und wir haben gewonnen, deswegen bin ich sehr glücklich." Mit solchen Performances wird Jumbo-Visma auch als Rennstall für Top-Profis wie den derzeit teamlosen Marcel Kittel immer interessanter.

In der Gesamtwertung gab es am Freitag keine Veränderungen, es führt weiterhin der junge Italiener Ciccone (Trek-Segafredo) vor dem Franzosen Julian Alaphilippe (Deceuninck-QuickStep), Dritter ist der Belgier Dylan Teuns (Bahrain-Merida). Am Samstag könnte es aber zu Verschiebungen kommen. Denn auf den 200 Kilometern zwischen Macon und St. Etienne geht es ins Zentralmassiv. Nicht weniger als sieben Bergwertungen mit teils giftigen Steigungen und insgesamt mehr als 3800 Höhenmeter stehen an.

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jer

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