Boss, Broll und Wiegers streiten sich um Schubert-Nachfolge

Torwart-Dreikampf bei Dynamo Dresden

Tim Boss, Kevin Broll & Patrick Wiegers

Wer wird die Nummer 1? Dresdens Tim Boss, Kevin Broll und Patrick Wiegers (v.l.) wollen den Platz im Dynamo-Tor. imago image

Torhüter haben ein schweres Los, denn anders als in den Mannschaftsteilen Abwehr, Mittelfeld und Sturm kann im Tor nunmal nur einer spielen. Darauf spekulieren in Dresden gleich drei Mitstreiter, die aktuell auf Augenhöhe liegen. Boss, Broll oder Wiegers - wer wird die neue Nummer 1 bei Dynamo?

Boss: Die letzte Chance?

Boss kam im Sommer 2018 von Fortuna Köln nach Elbflorenz. Vor einem Jahr zog er im Duell mit Markus Schubert knapp den Kürzeren. Sein damaliger Konkurrent wechselte kürzlich zum FC Schalke 04 in die Bundesliga. Nun hat Boss einen Mitstreiter mehr. Setzt sich der 26-Jährige dieses Mal durch? Noch wartet der 1,86 Meter große Boss auf sein erstes Pflichtspiel für Dynamo, fand sich in der Vorsaison teilweise sogar auf der Tribüne wieder. Für den 60-maligen Drittliga-Torwart ist es wohl die letzte Chance, sich in Dresden durchzusetzen.

Neuzugang Broll startet mit Handicap

Broll stieß erst in diesem Sommer zur SGD. Zuvor spielte er vier Jahre lang bei der SG Sonnenhof Großaspach. In der Spielzeit 2018/19 machte er mit einem kicker-Notenschnitt von 2,54 in 38 Drittliga-Spielen auf sich aufmerksam. Automatisch wird der 23-jährige Neuzugang allerdings nicht in die Rolle des Nummer-1-Keepers rutschen, zumal der 1,85-Meter-Mann aufgrund einer Rippenverletzung nicht voll belastbar war.

Für Wiegers spricht die Erfahrung

Die Chance für Wiegers? Der 29-Jährige steht seit 2014 in Dresden unter Vertrag und könnte erstmals seit seinem Premierenjahr wieder zur Stammkraft avancieren. Für den Schlussmann, der 1,88 Meter aufs Maßband bringt, sprechen die Eindrücke aus der vergangenen Saison, als er im Endspurt Schubert vertreten durfte (drei Spiele, kicker-Notenschnitt 3,17). Zudem ist der Niederbayer der einzige Torwächter im Dynamo-Kader mit Zweitliga-Erfahrung (13 Spiele). Trotz des engen Konkurrenzkampfs steht für Wiegers nicht das Einzel-Schicksal, sondern der Teamgeist im Vordergrund: "Spieler, die denken, sie könnten das alleine reißen, müssen dann eben zum Tennis gehen, wo sie für sich fungieren können."

cru, lb

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