Zufriedenheit bei der Arminia trotz kleinen Kaders

Neuhaus: "Jeder wittert Morgenluft"

Arminia Bielefeld

Zieht in der Vorbereitung ein positives Zwischenfazit: Bielefelds Trainer Uwe Neuhaus. imago images

"Ich bin bisher sehr zufrieden. Es gibt keinen Spieler, der meinen Erwartungen noch nicht gerecht geworden ist", lautet das Fazit von Neuhaus nach der ersten Hälfte der Vorbereitung. Grund zur Unzufriedenheit sollte es sportlich nach fünf Siegen in fünf Testspielen und 17:1 Toren auch keinen geben bei der Arminia. "Jeder wittert Morgenluft, jeder will einen Platz in der Mannschaft", so Neuhaus.

Warten auf Soukou

Personell sieht es auf der Alm hingegen etwas anders aus. Mit 25 Spielern reiste Bielefeld ins Trainingscamp nach Österreich, ein überschaubarer Kader, wenn man ihn mit dem anderer Zweitligisten vergleicht. "Da wir im Trainingslager nur einen sehr kleinen Kader zur Verfügung hatten, bin ich froh, dass sich kein weiterer Spieler verletzt hat", gibt Neuhaus die nicht optimale Besetzung zu. Soukou, der nach Agoston Kiss zweite und namhaftere Neuzugang des DSC, war nicht Teil des Trosses am Wilden Kaiser, denn der 26-Jährige weilt mit der Nationalmannschaft Benins weiter beim Afrika-Cup. Mit Patrick Weihrauch steht zudem eine weitere Offensivkraft wegen einer Oberschenkelverletzung nicht zur Verfügung, der 25-Jährige verließ das Trainingslager vorzeitig für weitere Untersuchungen, die jedoch keinen neuen Befund ergaben.

Wir sind auf allen Positionen - bis auf die Innenverteidigung - doppelt und gut besetzt.

Uwe Neuhaus

Probleme mit dem Personal gibt es aber nicht nur in der Offensive, auch die Defensive könnte noch einen neuen Spieler vertragen. "Wir sind auf allen Positionen - bis auf die Innenverteidigung - doppelt und gut besetzt", erklärt Neuhaus. Die Suche nach einem Nachfolger für den nach Sheffield abgewanderten Ex-Kapitän Julian Börner hat also Priorität bei der Arminia, in Aktionismus möchte man aber nicht verfallen. "Es gibt viele zähe Verhandlungen, viele Vereine sind aktuell noch auf der Suche. Wir müssen geduldig bleiben und keine zu voreiligen Entscheidungen treffen", gibt der Cheftrainer einen Einblick in die komplizierte Welt des Transfermarkts.

Sollte es nicht klappen mit einem Neuen für das Abwehrzentrum, bricht in Bielefeld aber keine Panik aus. "Wer weiß, wenn der ein oder andere Spieler noch einen Schritt nach vorne macht, werden wir vielleicht gar nichts mehr tun", spricht Neuhaus seinem aktuellen Kader das Vertrauen aus.

tso

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