Pole könnte sich eine weitere Saison beim BVB vorstellen

Piszczek und das Hintertürchen nach 2020

Hat gut Lachen beim BVB - und das eventuell über 2020 hinaus: Routinier Lukasz Piszczek.

Hat gut Lachen beim BVB - und das eventuell über 2020 hinaus: Routinier Lukasz Piszczek. imago images

Im Interview mit der polnischen Sporttageszeitung Przeglad Sportowy äußert sich der Rechtsverteidiger offen für ein weiteres Jahr in Dortmund. "An dieser Stelle möchte ich nicht eindeutig sagen, dass ich meine Karriere nächstes Jahr beenden werde", wird Piszczek zitiert, "wir werden sehen, wie es läuft. Wenn dann die Option besteht, zu verlängern, stehe ich dem offen gegenüber."

Die erste Voraussetzung für eine mögliche Verlängerung der Karriere sei allerdings ein gesunder Körper. Um das zu gewährleisten, achte er gut auf seine Gesundheit. Dazu zählt auch, ab und an im Training kürzerzutreten. So wie in den vergangenen Tagen. Mehrmals trainierte Piszczek seit dem Start der Vorbereitung am vergangenen Mittwoch individuell, bevor er am Dienstag wieder ins komplette Mannschaftstraining einstieg.

Dank "geölter Maschine": Piszczek fühlt sich "eher wie 29 bis 30"

"Du musst die Maschine die ganze Zeit ölen. Ich widme meine Aufmerksamkeit nicht nur der sportlichen, sondern auch der mentalen Vorbereitung. Das erfordert der heutige Fußball", sagt Piszczek, der seit einigen Jahren mit einem Mentaltrainer zusammenarbeitet. Das Resultat: Er fühle sich nicht wie 34, "eher wie 29 bis 30". Dennoch sei es zunehmend schwerer, sich gegen die jüngere Konkurrenz durchzusetzen: "Sie ist nicht nur besser ausgebildet, sondern auch körperlich gut vorbereitet. Dennoch werden auch Spieler wie ich gebraucht."

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In Dortmund soll Piszczek in der kommenden Saison Achraf Hakimi den Rücken freihalten und dem 20-Jährigen Pausen gewährleisten. Der Marokkaner, der noch für ein Jahr von Real Madrid ausgeliehen ist, kämpfte in seinem ersten Jahr beim BVB mit Formschwankungen. Starke Leistungen wechselten sich mit individuellen Fehlern ab - auch weil er während einer längeren Ausfallzeit Piszczeks aufgrund einer Fersenverletzung zuweilen überspielt wirkte. In Mateu Morey verpflichtete der BVB in diesem Sommer außerdem einen weiteren jungen Rechtsverteidiger, der perspektivisch aufgebaut werden und von Routinier Piszczek lernen soll.

Ich denke, dem Klub gefällt meine Einstellung - auch außerhalb des Platzes. Ich arbeite und lebe professionell, habe einiges an Erfahrung gesammelt und bin frei von Konflikten.

Lukasz Piszczek

Dass der 65-malige polnische Nationalspieler in sein zehntes Jahr bei der Borussia geht, erfüllt Piszczek mit Stolz. Der in der Öffentlichkeit eher stille Führungsspieler des BVB hat auch eine Erklärung dafür, warum seine Dienste in Dortmund seit Jahren so geschätzt werden: "Ich denke, dem Klub gefällt meine Einstellung - auch außerhalb des Platzes. Ich arbeite und lebe professionell, habe einiges an Erfahrung gesammelt und bin frei von Konflikten."

Nicht umsonst gilt Piszczek als absoluter Musterprofi - mindestens noch bis 2020. Und, sofern die Rahmenbedingungen für alle Seiten passen, vielleicht ja sogar darüber hinaus.

Matthias Dersch

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