Ingolstadt: Der neue Trainer hält den Ball erst einmal flach

Aufstiegsfavorit? Saibene: "Das wäre vermessen"

Jeff Saibene

Gibt noch keine offensiven Saisonziele aus: Ingolstadts Coach Jeff Saibene. imago images

Als Absteiger zählt man fast immer zu den Teams, die im kommenden Jahr als Aufsteiger im Gespräch sind. Diese These wird im konkreten Fall des FC Ingolstadt noch damit bekräftigt, dass mit Maximilian Beister ein namhafter Neuzugang kommen soll. Doch so offensiv geht der Coach der Schanzer nicht an die Sache heran. "Ich will nicht sagen, dass das Wort Aufstieg kein Thema werden kann. Aber für uns ist erst mal wichtig, gut zu starten", hält Saibene den Ball flach und ergänzt: "Es wäre vermessen zu sagen, dass wir Favorit sind oder dass wir aufsteigen wollen. Es hat einen großen Umbruch gegeben, das braucht alles Zeit."

Nach den vielen Wechseln im Sommer (vier externe Neuzugänge und drei Spieler aus den eigenen Reihen, zehn Abgänge) muss sich der FCI erst finden, genau deswegen ist es für den Trainer immens schwer, ein konkretes Ziel für die kommende Drittligasaison auszugeben. "Meine Ziele sind zunächst, die Spielphilosophie zu vermitteln. Alles andere wird folgen", berichtet Saibene. "Ich sage nicht, dass wir Erster oder Fünfter werden wollen. Das interessiert mich nicht. Mich interessiert, was auf dem Platz passiert und dass wir uns weiterentwickeln."

Bis es um Punkte geht, haben die Schanzer noch einige Tage Zeit. Am 22. Juli startet der Absteiger mit dem Gastspiel in Jena in die Saison. Am Mittwoch absolvierte der FCI sein vorletztes Testspiel, gegen den FC Lugano gab es ein 1:1. "In der ersten Halbzeit war das viel zu wenig von uns. Damit kann ich nicht zufrieden sein, da gibt es Gesprächsbedarf. Es war im zweiten Abschnitt einfach viel mehr Lust auf dem Platz zu spüren", so Saibene auf der Vereinswebsite. Der letzte Test der Schanzer steht am Samstag gegen die WSG Tirol an.

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