Klare Sache auch im zweiten Halbfinale

Finale! Serena gibt nur drei Spiele ab

Serena Williams steht erneut im Finale von Wimbledon.

Serena Williams steht erneut im Finale von Wimbledon. Getty Images

Bei einem Erfolg würde Williams durch ihren dann 24. Major-Titel mit der Australierin Margaret Court gleichziehen. Es wäre zudem der erste seit der Geburt ihrer Tochter 2017. Einen anderen Rekord hat Williams dagegen bereits sicher. Mit 37 Jahren und 291 Tagen ist sie nunmehr die älteste Grand-Slam-Finalistin in der Ära des Profitennis. Bislang wurde die Bestmarke gehalten von der großen Martina Navratilova, die 1994 in Wimbledon exakt 33 Tage jünger war.

Williams machte gegen Strycova von Beginn an einen konzentrierten Eindruck, verzog kaum eine Miene und platzierte mit energischer Präzision ihre Schläge. Die bisherigen drei Duelle mit der Weltranglisten-54. hatte sie ausnahmslos glatt in zwei Sätzen gewonnen, auch diesmal marschierte sie mit zwei Breaks in nur 27 Minuten zum Gewinn des ersten Satzes.

Strycova (33) hatte in ihrer Halbfinal-Premiere bei einem der vier Majors der Wucht von Williams kaum etwas entgegenzusetzen. Insgesamt blieb das Match deshalb eine einseitige Angelegenheit. Ein kraftvoller Return sicherte Williams im zweiten Satz das Break zum 3:2, nach nicht einmal einer Stunde stand ihr nächster Finaleinzug fest. Im vergangenen Jahr hatte sie im Endspiel gegen die Kielerin Angelique Kerber verloren, genauso anschließend bei den US Open gegen Naomi Osaka (Japan).

"Ich genieße es einfach. Es ist ein großartiges Gefühl. Ich habe einfach ein paar Matches gebraucht, um mich gut zu fühlen. Und jetzt, wo ich mich gut fühle, kann ich das tun, was ich liebe: gutes Tennis spielen", so Williams, die angesichts ihres möglichen nächsten Titels hinzufügte: "Es geht nicht darum 23, 24 oder 25 Titel zu haben, sondern darum, alles zu geben. Ich werde auch ohne den Titel immer auf eine große Karriere zurückschauen können."

dpa/sid