Hoffenheim: "Kein klassischer Co-Trainer"

Als Stevens Rosen und Schreuder zusammenbrachte

Alexander Rosen zusammen mit Alfred Schreuder.

Alexander Rosen zusammen mit Alfred Schreuder. imago images

"Ich habe sehr schnell kapiert, dass das kein klassischer Co-Trainer ist", schildert der TSG-Direktor Profifußball die ersten Gespräche mit dem Niederländer. Diese fanden im Herbst 2015 statt, als Hoffenheim auf der Suche nach einem Nachfolger für Markus Gisdol war. Rosen sprach mit Huub Stevens, der es wurde und eben Schreuder als Mann dahinter empfahl, sich aber nicht sicher war, ob Schreuder wieder ins zweite Glied rücken würde. Der 46-Jährige hatte 2013/14 Twente Enschede in den Niederlanden auf Rang drei geführt, allerdings offiziell als Interimstrainer, weil ihm die Lizenz fehlte. "Chef" war er dann 2014/15. Twente aber tat sich schwer, scheiterte in den Europa-League-Playoffs an Qarabag Agdam und wurde in der Ehrendivision nur Zehnter - die Saison jedoch war bereits von der Beeinflussung durch den Finanzinvestor Doyen Sports Group geprägt, die letztlich beinahe zum Zwangsabstieg geführt hätten.

Doch zurück zu Rosens Gespräch mit Schreuder im Herbst 2015: "Schon damals war seine klare Ambition, als Cheftrainer zu arbeiten." Doch der 46-Jährige hatte unter der laufenden Saison kein Angebot in den Niederlanden annehmen wollen, den Ausflug nach Hoffenheim betrachtete er "als eine Art Fortbildung", so bezeichnet es Rosen.

Unter Stevens konnte sich Schreuder stark einbringen: "Alfred war der Übungsleiter auf dem Feld, natürlich hat Huub die letzten Entscheidungen getroffen." Dass der einstige Mittelfeldspieler dann auch bis zum Ruf von Erik ten Hag und Ajax im Januar 2018 unter Julian Nagelsmann blieb, lag besonders daran, dass beide "ähnlich ticken", erklärt Schreuder. "Wenn du das Gefühl hast, dass du ähnlich denkst über Fußball, dann geht es von alleine". Nicht die schlechteste Voraussetzung, um nun in die großen Fußstapfen zu treten...

Benni Hofmann

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