Bremen kann im Tor beruhigt planen

Kapinos Ziel: "Nummer eins, wenn Pavlenka geht"

Werders aktueller Ersatzkeeper Stefanos Kapino

Peilt auf Sicht die Stammtorhüter-Position an: Werders aktueller Ersatzkeeper Stefanos Kapino. imago images

Aus Werders Trainingslager in Zell am Ziller berichtet Thiemo Müller

"Ich will die Nummer eins werden, wenn Jiri Pavlenka geht." Und der Klub plant offenbar ähnlich. Dass im Sommer 2020 der Zeitpunkt kommen könnte, Klasse-Keeper Pavlenka im Fall eines hohen zweistelligen Millionen-Angebots den nächsten Karriereschritt machen zu lassen, hatte Chefcoach Florian Kohfeldt bereits vor geraumer Zeit angedeutet.

Schließlich ist der 25-jährige Grieche intern als Typ ebenso anerkannt wie für seine sportlichen Qualitäten. Ein Torwartproblem, das lässt sich nach den Eindrücken aus Trainingseinheiten und Testspielen prophezeien, bekämen die Grün-Weißen dank Kapino auch dann nicht, wenn Pavlenka ausfallen oder eben wechseln sollte.

In diesem Sommer ist ein Abschied des tschechischen Nationaltorhüters aber definitiv noch kein Thema. Doch Kapino ist offenbar geduldiger als zu seiner Zeit bei Mainz 05. Dort kam er in der Saison 2014/15 nicht an Loris Karius vorbei, verabschiedete sich daraufhin nach nur einem Jahr zu Olympiakos Piräus.

Nun will er bis zum Eintreten der sozusagen natürlichen Erbfolge im Werder-Kasten warten: "Mit 25 Jahren bin ich noch jung. Pavlas (Jiri Pavlenka, Anm. d. Red.) ist die klare Nummer eins, ich glaube und hoffe nicht, dass er Fehler macht, die mich ins Tor bringen. Ich will schließlich genauso den Erfolg der Mannschaft."

Ich glaube und hoffe nicht, dass er Fehler macht, die mich ins Tor bringen. Ich will schließlich genauso den Erfolg der Mannschaft.

Stefanos Kapino

Das Verhältnis zwischen den beiden Keepern sei sowieso "sehr gut", schildert Kapino: "Im Training versucht natürlich jeder, der Beste zu sein. Aber außerhalb sind wir befreundet. Wir pushen uns gegenseitig, analysieren auch viel gemeinsam und versuchen, uns weiterzubringen."

Die Voraussetzungen fürs Eintreten einer Win-Win-Situation sind somit ideal: Je stärker Pavlenka hält, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er nächsten Sommer zu einem europäischen Spitzenklub wechseln kann - und Kapino zwischen die Werder-Pfosten darf.

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