Leichtathletik-Meeting in Luzern

Röhler schlägt Hofmann - Lückenkemper siegt im Fotofinish

Thomas Röhler

Speerwerfer Thomas Röhler gewann das Leichtathletik-Meeting in Luzern. imago images

Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler hat mit einem knappen Sieg beim Leichtathletik-Meeting in Luzern ansteigende Form in der WM-Saison bewiesen. Der 27 Jahre alte Europameister aus Jena gewann die Konkurrenz am Dienstagabend im letzten Versuch noch mit 86,51 Metern. Der EM-Zweite Andreas Hofmann lag als Zweiter (86,45) allerdings nur sechs Zentimeter hinter Röhler. Bester Speerwerfer der WM-Saison bleibt damit Magnus Kirt: Der EM-Dritte aus Estland hatte am 22. Juni im finnischen Kuortane 90,61 Meter weit geworfen, Hofmann ist Zweiter mit 89,65 Metern.

Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter musste sein für Luzern geplantes Comeback verschieben. Der Offenburger hat seine Adduktorenbeschwerden noch nicht auskuriert. Vetter hatte vor zwei Jahren im gleichen Stadion den bis heute gültigen deutschen Rekord (94,44 Meter) aufgestellt.

Hussong und Dutkiewicz jeweils Dritte

Einen Zielfoto-Sieg feierte Deutschlands Top-Sprinterin Gina Lückenkemper. Die 22 Jahre alte Berlinerin warf sich in 11,20 Sekunden vor der zeitgleichen Natalliah Whyte aus Jamaika ins Ziel. Tatjana Pinto (Paderborn) erfüllte als Dritte in 11,21 Sekunden erstmals die Norm für die Weltmeisterschaften vom 27. September bis 6. Oktober in Doha/Katar.

Im Speerwurf der Frauen musste sich Europameisterin Christin Hussong nach ihrem Sieg in Lausanne mit Platz drei begnügen. Dabei lag die 25-Jährige aus Zweibrücken mit 64,62 knapp zwei Meter unter ihrer in Lausanne erzielten Saisonbestleistung (66,59). Der Sieg ging an Barber Kelsey-Lee (Australien), die mit 67,70 m die Jahresweltbestleistung der Chinesin Lyu Huihui nur um zwei Zentimeter verpasste.

Über 100 m Hürden lief die EM-Zweite Pamela Dutkiewicz (Wattenscheid) in 13,03 Sekunden ebenfalls bei Gegenwind (0,9 m/s) beim Sieg der Nigerianerin Tobi Amusan (12,89) auf Platz drei und verfehlte ihre Saisonbestleistung um elf Hundertstel. Eine starke Leistung bot Sam Parsons (Frankfurt) als Vierter über 3000 m. Der gebürtige Amerikaner, seit diesem Jahr für Deutschland startberechtigt, lief in 7:44,43 Minuten auf Platz acht der "ewigen" deutschen Bestenliste.

dpa/sid