Kickers-Trainer über Neuzugänge, den Liga-Auftakt und das Saisonziel

Schiele: "Einstellig wäre top"

Michael Schiele

"Dann wird das sehr interessant und geil": Michael Schiele freut sich auf die neue Saison. imago images

"Jeder weiß, wie viele Abgänge wir hatten und was für Abgänge das auch sind", erklärte der 41-Jährige im Interview. Neben den Abgängen von defensiven Leistungsträgern wie Linksverteidiger Peter Kurzweg (Rückkehr nach Leihende zu Union Berlin) und Torwart Patrick Drewes (zum VfL Bochum) verliert Schiele auch das Herz seiner Offensive, die in der vergangenen Saison mit 56 Treffern nach dem Karlsruher SC (61) am erfolgreichsten abschnitt: Mit Patrick Göbel (Hallescher FC), Simon Skarlatidis (1. FC Kaiserslautern) und Orhan Ademi (Eintracht Braunschweig) verlassen drei Spieler den Verein, die allesamt bei mindestens 36 der 38 Ligapartien auf dem Platz standen und zusammen 20 Tore erzielten.

Im Gegenzug zu den zwölf Abgängen verpflichteten die Würzburger ebenso viele Neuzugänge, darunter nur zwei Spieler (Vrenezi und Zulciak, beide 25), die über 23 Jahre alt sind. Gerade durch die vielen Youngster, die in diesem Sommer an den Main wechselten, weisen die Kickers unter anderem zusammen mit der U 23 des FC Bayern München einen der jüngsten Drittliga-Kader der kommenden Spielzeit auf. Gegen die Zweitvertretung des Rekordmeisters wird Schieles Team am 20. Juli mit einem, so der Fußballlehrer, "sehr attraktiven Heimspiel" in der heimischen Arena in die neue Saison starten.

Neuzugänge müssen Schieles "Philosophie infiziert bekommen"

Angesprochen auf seine Ziele für die bald anbrechende Spielzeit 2019/20, verweist Schiele auf die Ambitionen im Vorjahr, in dem er einen "einstelligen Tabellenplatz ausgegeben hatte", was er auch für die kommende Saison "so unterschreiben würde". Um diesen Vorsatz umsetzen zu können, arbeitete der Fußballlehrer mit seiner Mannschaft in der Vorbereitung vor allem im taktischen Bereich, damit "die vielen neuen Spieler meine Philosophie infiziert bekommen", wie er grinsend erläutert. Zudem lobt er die Neuzugänge, die man "entwickeln kann, die perspektivisch hier in Würzburg auf jeden Fall den nächsten Schritt machen können", genauso wie die Routiniers im Kader: "Es gibt ältere Spieler, die letztes Jahr schon da waren, die auch nochmal einen Schritt gemacht haben und die auch im körperlichen Bereich sehr gut sind."

Insgesamt war Schiele "überrascht, wie gut alles gelaufen ist, wie fit und athletisch wir sind, wie gut wir mit dem Ball umgehen" - und sieht vor allem nach den Eindrücken aus den Trainingseinheiten, dass man im Vergleich zur Vorsaison "noch einen Schritt weiter" ist. Trotz dieser vermeintlich besseren Ausgangslage, setzt sich Schiele das gleiche Saisonziel wie schon im vergangenen Jahr: "Einstellig wäre top."

kon