PSG-Sportdirektor Leonardo über die Gründe und die Folgen

Neymar schwänzt Trainingsauftakt - und "kann gehen"

Neymar

Neymar fehlte beim PSG-Trainingsauftakt - mit welchen Konsequenzen? imago images

Der Wirbel um Neymar hält an. Der 27-jährige Brasilianer, der sich kurz vor der Copa America in Brasilien am Sprunggelenk verletzt hatte, war nach Angaben seines Arbeitgebers Paris St. Germain an diesem Montag zum Trainingsauftakt zurückerwartet worden, erschien aber nicht "zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt", wie PSG in einer Pressemitteilung am Abend mitteilte. "Dies geschah ohne Erlaubnis des Klubs."

Neymar muss nun eine Strafe fürchten. "Der Klub bedauert die Situation und wird angemessene Maßnahmen ergreifen", schließt das Statement, dessen Inhalt gehörig Brisanz birgt: Neymar wird seit Wochen immer wieder mit einer Rückkehr zum FC Barcelona in Verbindung gebracht.

Neymar hat Termine - doch die seien nicht abgesprochen gewesen, so PSG

Ob er mit seiner Aktion seinen Abschied forcieren will? Seinem Vater und Berater zufolge gebe es "keinen Streit" - die Gründe für Neymars Fehlen seien PSG vielmehr seit einem Jahr bekannt. Sein Sohn werde wegen Charity-Verpflichtungen wie abgesprochen erst am 15. Juli seine Arbeit bei PSG wieder aufnehmen, erklärte Neymar senior am Montagabend bei "Fox Sports Brasil".

Doch diese Erklärung scheint den PSG-Verantwortlichen nicht zu gefallen. "Er wusste, dass er hier sein muss", sagte Sportdirektor Leonardo im Interview mit "Le Parisien". Er bestätigte, dass Neymar Termine mit seiner Wohltätigkeitsorganisation und einem Sponsor vereinbart habe - womöglich davon ausgehend, nach der (dann geplatzten) Copa-Teilnahme länger Urlaub zu haben. Doch diese Termine habe PSG nie abgesegnet, so Leonardo. "Der Urlaub galt bis zum 8. Juli, und an diesem Tag ist er nicht erschienen." Wann Neymar nun eintreffen werde, wisse er auch nicht.

Leonardo: Neymar will weg - und darf es bei einem passenden Angebot auch

Spielt Neymar in der nächsten Saison überhaupt für PSG? Zwei Jahre nach seinem 222-Millionen-Euro-Wechsel und drei Jahre vor seinem Vertragsende will er weg, das bestätigte auch Leonardo. Und: "Er kann gehen, wenn es ein passendes Angebot gibt." Doch das fehle noch. Mit dem FC Barcelona habe es bislang nur "oberflächlichen Kontakt" gegeben.

jpe

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