Mainzer Trainer ruft eine alkoholisierte Gruppe zur Ordnung

Schwarz tritt rassistischen Äußerungen offen entgegen

Machte eine klare Ansage gegenüber Beschimpfungen von der Tribüne: Mainz-Trainer Sandro Schwatz.

Machte eine klare Ansage gegenüber Beschimpfungen von der Tribüne: Mainz-Trainer Sandro Schwatz. imago images

Das erste Testspiel der Nullfünfer am Samstag gegen die Fupa-Allstars (12:0) sollte auch ein Dankeschön an die Vereine der Region sein, deren Spieler sich für die Auswahl bewerben konnten. Doch bevor die Partie angepfiffen wurde, gab es unschöne Szenen im Bruchwegstadion. Eine stark alkoholisierte Gruppe von Zuschauern sorgte für Beschimpfungen, die als rassistisch gewertet werden können. Gemeinsam mit 05-Präsident Stefan Hofmann ging Schwarz auf die Tribüne und richtete deutliche Worte an die Gruppe. Während des Spiels wurden Ordner in der Nähe der Störer postiert. Bis zum Ende der Partie soll es ruhig geblieben sein. Mainz 05 behält sich rechtliche Schritte gegen die Störer vor und hat den Amateurklub, dem die Personen zuzuordnen sind, um eine Stellungnahme gebeten.

Sportliche hatte die Partie gegen die Auswahl keine große Bedeutung - wie zu Beginn jeder Vorbereitung üblich. Weil noch zahlreiche Profis nach Länderspieleinsätzen fehlen, verstärkte Schwarz sein Team mit U-19- und U-23-Spielern. An diesem Montag steigen nun Karim Onisiwo, Leandro Barreiro und Edimilson Fernandes ins Training ein. Robin Quaison stößt am Mittwoch zur Mannschaft.

Im ersten Testspiel der Vorbereitung trug Stefan Bell, der in der Rückrunde seinen Stammplatz verloren hatte, die Kapitänsbinde. Vergangene Woche hatte der 27-Jährige erstmals über seine Situation gesprochen und sich dabei durchaus selbstkritisch über seine Leistungen 2018/19 geäußert. Worte, die bei seinem Trainer gut ankamen. "Ich finde es gut, wie er es reflektiert und um seinen Platz kämpfen will. Genau das brauchen wir", betonte Schwarz.

Michael Ebert