Vertrag des U-21-Trainers läuft 2020 aus

Begehrter Kuntz plant, "Olympia zu machen"

U-21-Trainer Stefan Kuntz

Plant bis Olympia 2020: U-21-Trainer Stefan Kuntz. imago images

"Ich habe vor, Olympia zu machen. Was dazwischen noch kommt, muss man einfach sehen", sagte der nach seiner erfolgreichen Zeit beim DFB begehrte Coach im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF am Samstagabend.

Ein glasklares Bekenntnis zum DFB vermied der 56-Jährige allerdings, denn nach vielen Jahren als Profi und Funktionär hat Kuntz gelernt, dass "einen im Fußball die Aussagen von gestern immer wieder einholen. Vor 19 Jahren habe ich gesagt, dass ich nie mehr Trainer werde." Auch ein Engagement im Vereinsfußball könne Kuntz "grundsätzlich nicht ausschließen".

Am vergangenen Sonntag hatte der Europameister von 1996, der die U 21 2016 von Horst Hrubesch übernommen hatte, mit seinem Team im Finale der U-21-EM 1:2 gegen die starken Spanier verloren und seinen 2017 errungenen Titel hauchdünn nicht verteidigen können, aber viel Wertschätzung erfahren.

Im Fußball holen einen die Aussagen von gestern immer wieder ein. Vor 19 Jahren habe ich gesagt, dass ich nie mehr Trainer werde.

Stefan Kuntz

Angesichts der drei erfolgreichen Jahre mit dem deutschen Nachwuchs versuchte der DFB potenzielle Abwerbeversuche einzudämmen. "Wir wollen Stefan nicht abgeben. Ich hoffe, dass er die Stärken des DFB sieht. Wir werden ihm immer wieder interessante Angebote schaffen, auch außerhalb der Mannschaft", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff während der EM-Endrunde.

Zuletzt wurde Kuntz immer wieder als potenzieller Bundestrainer gehandelt - auch vom aktuellen Bundestrainer Joachim Löw selbst. Dies sei für ihn "ein Lob", erklärte Kuntz im Sportstudio dazu lapidar.

dpa/bst

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