Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2019 in Hamburg

Kanadierinnen gewinnen Beach-WM und lösen Ludwig/Walkenhorst ab

Angelique Kerber

Strahlende Siegerinnen auf dem Hamburger Sand: die beiden Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes. imago images

Das kanadische Duo Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes bezwang am Samstag vor 12.000 Zuschauern im Stadion am Hamburger Rothenbaum die US-Amerikanerinnen Alexandra Klineman und April Ross mit 2:0 (23:21, 23:21).

Die 1,96 Meter große Pavan setzte in den hart umkämpften Sätzen jeweils mit einem erfolgreichen Block den entscheidenden Punkt. Dies ist der erste WM-Titel und die erste WM-Medaille im Sand überhaupt für Kanada.

Pavan/Melissa, wie das Duo auf der offiziellen Liste des Weltverbandes geführt wird, lösen die Hamburgerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst als Titelträgerinnen ab. Die wegen gesundheitlicher Probleme zurückgetretene Wahl-Hamburgerin Walkenhorst hatte vor dem Endspiel den Goldpokal abgeben müssen. "Ich war sehr traurig", sagte die 28 Jahre alte Blockspielerin, die für kommendes Jahr erst einmal auf der deutschen Tour ihr Comeback angekündigt hat.

Beide Finalteams konnten lange Zeit die Nervosität nicht ablegen, viele Fehler führten aber zu spektakulären Ballwechseln. Auch die 37 Jahre alte Ross, die 2009 Weltmeisterin war, konnte keine entscheidenden Situationen erzwingen. Die ehemalige kanadische Hallen-Nationalspielerin Pavan (32) hatte sich in der Saison nach dem verlorenen Viertelfinale bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio gegen Ludwig/Walkenhorst mit der jetzt 26-jährigen Humana-Peredes zusammengetan. Die Tochter chilenischer Auswanderer hatte schon mit zwölf Jahren mit dem Beachvolleyball begonnen. Erst mit Pavan gelang ihr der Vorstoß in die Weltspitze.

dpa