Wimbledon, der Freitag: Vorjahresfinalist Anderson raus

Djokovic zieht mit Becker gleich - Gauff-Show geht weiter

Novak Djokovic und Cori Gauff

Setzten am Freitag die Akzente: Vorjahressieger Novak Djokovic und die 15-jährige Cori Gauff. imago images

Mit dem früheren Champion Goran Ivanisevic an seiner Seite ist Vorjahressieger Novak Djokovic auf seinem erhofften Weg zum fünften Wimbledon-Titel ins Achtelfinale eingezogen. Die Nummer eins der Tennis-Welt aus Serbien kassierte allerdings am Freitag bei seinem dritten diesjährigen Auftritt an der Londoner Church Road seinen ersten Satzverlust. Nach 2:59 Stunden setzte sich Djokovic gegen den polnischen Weltranglisten-48. Hubert Hurkacz 7:5, 6:7 (5:7), 6:1, 6:4 durch.

Mit seiner zwölften Teilnahme in der Runde der besten 16 schließt Djokovic zu seinem früheren Trainer Boris Becker auf. Mehr als zwölf Achtelfinal-Teilnahmen haben in der Geschichte des Profitennis seit 1968 beim weltweit bedeutendsten Rasenturnier nur Jimmy Connors und Roger Federer geschafft (je 16).

Als Becker Djokovic von 2013 bis 2016 trainierte, hatte sich das für den Serben ausgezahlt: Der 32-Jährige gewann in der Zeit sechs seiner 15 Grand-Slam-Titel. Nun hatte sich der Vorjahressieger - zumindest für die erste Turnierwoche - kurzfristig weitere Rasen-Expertise dazu geholt: Der 47-jährige Ivanisevic hatte 2001 Wimbledon gewonnen, als er nur dank einer Wildcard ins Feld gerückt war. "Er war für mich eine Art Held", sagte Djokovic.

Am Montag kämpft der Topfavorit gegen das kanadische Tennis-Talent Felix Auger-Aliassime oder Ugo Humbert aus Frankreich um das Erreichen des Viertelfinals.

Anderson kann seinen Coup nicht wiederholen

Für Vorjahresfinalist Kevin Anderson endete dagegen der Rasenklassiker in der dritten Runde. Der Südafrikaner unterlag dem Argentinier Guido Pella 4:6, 3:6, 6:7 (4:7). Für Furore hatte 2018 insbesondere Andersons Halbfinale gegen den US-Amerikaner John Isner gesorgt, das mit einer Dauer von 6:36 Stunden zum zweitlängsten Spiel der Turniergeschichte wurde.

Görges am Samstag im Einsatz

Deutsche Tennisprofis sind nach dem schwächsten Wimbledon-Abschneiden seit zwölf Jahren erst am Samstag wieder im Einsatz. Julia Görges strebt gegen Serena Williams die Revanche aus dem Vorjahr an. Damals musste sich die Bad Oldesloerin der US-Amerikanerin im Halbfinale geschlagen geben. Jan-Lennard Struff kann sich gegen den Kasachen Michail Kukuschkin gute Chance ausrechnen, erstmals das Achtelfinale zu erreichen.

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