Bundesliga

Talent Nartey vor Vertragsverlängerung

Handwerker fehlt beim Trainingsauftakt wegen Wechselabsicht

Talent Nartey vor Vertragsverlängerung

Nikolas Nartey

(Noch) ohne Perspektive bei den Profis: Nikolas Nartey soll zunächst verliehen werden. imago images

Auch beim Trainingsauftakt am Donnerstagsvormittag vor etwa 800 Schaulustigen am Geißbockheim war er nicht dabei. Und dass Nikolas Nartey, anders als andere Talente aus dem Kölner U-Bereich, schon zu Beginn der Vorbereitung bei den Leistungstests nicht bei den Profis dabei war und ist, sorgte zuletzt für Verwunderung. Schließlich gilt der dänische U-19-Nationalspieler als großes Talent.

Der Mittelfeldspieler ist aber beim FC im Profibereich noch ohne echten Einsatz (in der vergangenen Saison wurde er in der Schlussminute gegen St. Pauli praktisch mit dem Abpfiff eingewechselt, im Abstiegsjahr stand er ganze sechs Minuten in der Bundesliga auf dem Platz), so dass jetzt vermutet wurde, Nartey dürfe nur bei der Regionalligamannschaft trainieren, weil er mangels Perspektive bei den Profis seinen 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern möchte. Dies ist die Voraussetzung, um den Dänen für die anstehende Saison zu verleihen.

Allerdings wird genau dieses Szenario weiter von beiden Seiten, Nartey und dem Klub, angestrebt. Die Verhandlungen um ein neues, ausgeweitetes Arbeitspapier für Nartey sind weit fortgeschritten, eine Einigung wird in den nächsten Tagen erwartet. Sollte diese wider Erwarten doch nicht zustande kommen, wird Nartey laut Geschäftsführer Armin Veh in der anstehenden Saison in der Regionalligamannschaft spielen.

Doch die Zeichen stehen auf eine Vertragsverlängerung. Danach soll der Linksfuß zu einem Klub in der 2. oder 3. Liga in Deutschland ausgeliehen werden, um Spielpraxis auf höherem Niveau als der Regionalliga zu sammeln. Und um seine Einsatzchancen in der Profi-Mannschaft des Effzeh nach seiner Rückkehr deutlich zu erhöhen.

Handwerker vor dem Absprung

Solche sieht Tim Handwerker offensichtlich nicht mehr wirklich. Der Linksfuß, der vergangene Saison in die niederländische Eredivisie an den FC Groningen verliehen worden war, für den er 34 Pflichtspiele bestritt, fehlte beim Trainingsauftakt am Geißbockheim. Der 21-Jährige, der 2017 aus der U-19-Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen nach Köln gewechselt war und sowohl defensiv als auch offensiv auf der linken Außenbahn spielen kann, steht vor einem Wechsel - diesmal nicht auf Leihbasis.

Stephan von Nocks

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