Mönchengladbach: Zuversicht nach unfassbarer Verletzungsserie

Doucouré: Neues Glück mit der Vier?

Mamadou Doucouré

Drei Jahre in Mönchengladbach, kein Spiel: Borussia-Innenverteidiger Mamadou Doucouré. imago images

Schon am Ende der vergangenen Saison trainierte der Verteidiger mit der Mannschaft, dosiert natürlich, mit Blick auf seine Verletzungshistorie. Fast unglaublich, wie oft der vor drei Jahren ablösefrei von Paris St. Germain nach Mönchengladbach gewechselte Defensivspieler in seiner Entwicklung zurückgeworfen wurde.

In seinem letzten Spiel in Frankreich, 2016, zog er sich einen Muskelbündelriss zu und fiel gleich sechs Monate lang aus. Kaum zu fassen: Drei weitere Male streikte die Muskulatur in ähnlicher Form, dazu kommt noch ein schwerwiegender Muskel-Teilabriss. Das heißt also: Immer wieder Hoffnung, immer wieder Reha, immer wieder Aufbautraining, immer wieder Rückschläge. Bisher hat Doucouré noch kein einziges Pflichtspiel für Mönchengladbach absolviert.

Kein Gedanke allerdings daran, den Pechvogel auszuleihen, das betonte auch Max Eberl: "Wir wollen ihn nach seiner langen Serie von Verletzungen bei uns haben, es gibt von unserer Seite kein Interesse, ihn zu verleihen." Dass Doucouré über riesiges Potenzial verfügt, ist unbestritten. Bevor er nach Mönchengladbach wechselte, standen interessierte Klubs quasi Schlange. Dazu kommt, dass er als linker Verteidiger oder als Innenverteidiger antreten könnte, auf Positionen also, auf denen Borussia durchaus Bedarf hat.

Nun also das erneute Comeback für Doucouré, dessen Hoffnung, endlich durchzustarten, sich wohl auch in der neuen Rückennummer äußert: Er trägt jetzt die Nummer 4. Fix mit ihm zu rechnen ist natürlich noch nicht, aber wenn er fit ist, das hat Max Eberl nun noch einmal betont, "besitzt er eine riesige Qualität." Und die will er endlich auch auf dem Platz zeigen.

Oliver Bitter