Bundesliga

Streich und der ausgebliebene Gang in den Keller

SC Freiburg: Kader wird noch kleiner

Streich und der ausgebliebene Gang in den Keller

Christian Streich

Weiß, dass sein Kader noch verkleinert wird, und freut sich auf die neue Bundesliga-Saison: SCF-Coach Christian Streich. imago images

"Wir sind natürlich ein bisschen zu viele, das ist klar. Es wird sich normalerweise nochmal etwas im Kader verändern", befindet Trainer Christian Streich.

Das betrifft die vier Nachwuchsspieler Lino Tempelmann, Luca Herrmann, André Barbosa und David Nieland, die erst einmal oben reinschnuppern sollen sowie Wechselkandidaten wie Marco Terrazzino, Yoric Ravet, Patrick Kammerbauer oder Fabian Rüdlin, der zwar in den Profikader aufgenommen wurde, nach Möglichkeit aber noch verliehen werden soll. "Der eine oder andere braucht mehr Einsatzzeiten als er hier hatte und unter Umständen nicht bekommen wird", so Streich.

Lobende Worte für die Neuen im Breisgau

Dass wie im vergangenen Jahr schon viele der Neuen von Anfang an auf dem Platz standen, ist erfreulich, aber kein Omen. 2017 fiel das obligatorische Foto mit den Zugängen mangels Verpflichtungen aus, die Klasse hielt der SC dennoch. Rückkehrer Jonathan Schmid ist ohnehin ein alter Bekannter, mit dem Streich seit dessen Abgang 2015 nach Hoffenheim Kontakt hielt, für die drei "echten Neuen" hatte der Trainer warme Willkommensworte. "Woo-Yeong Jeong hat viel Tempo, Talent und fußballerischen Können. Ebenso Chang-Hun Kwon, der Erfahrung bei Dijon gesammelt hat. Und in der 1. Liga in Frankreich ist es nicht so einfach zu spielen." Linksverteidiger Luca Itter, aus Wolfsburg gekommen, sei "fußballerisch gut und talentiert".

Gute Aussichten also zum Beginn der Vorbereitung, die Zeit der Erholung ist vorbei. "Es waren ein paar Wochen, das war nötig, das war gut", sagt Streich. "Wenn ich zwei Wochen länger Urlaub gehabt hätte, wäre ich aber auch nicht zum Heulen in den Keller gegangen." Wichtiger sei jetzt aber eine gute Vorbereitung: "Die Jungs sind jung und motiviert. Die Mannschaft hat sicher Potenzial. Jetzt schauen wir, dass wir die Verletzungen reduzieren können und gut in die Saison kommen."

Patrick Kleinmann

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