"Die Dosis macht das Gift"

Saier kritisch: Vorerst kein eSport beim SC Freiburg

SC Freiburgs Sportdirektor Jochen Saier sieht eine Gefahr im eSport.

SC Freiburgs Sportdirektor Jochen Saier sieht eine Gefahr im eSport. imago images

Im Breisgau ist Ruhe eingekehrt nach dem Ende der Bundesligasaison. Für den Start einer eigenen eSport-Abteilung wird die Sommerpause aber nicht genutzt. Vom kicker auf das Thema angesprochen hieß es von SC Freiburgs Sportdirektor Jochen Saier: "Wir unternehmen ganz viele Dinge, um Kinder weg vom TV-Verhalten auf den Platz zu holen. Wir würden diese Überzeugung und Anstrengung torpedieren, wenn wir sagen, es ist wahnsinnig toll, wenn Ihr Euch noch drei Stunden on top vor der Flimmerkiste duelliert, wo Ihr Euch sowieso schon zu wenig bewegt." Saier sagte auch, dass Kinder sowie Vereinsspieler gerne mal zocken, doch "das ist in Maßen okay, die Dosis macht das Gift".

Keine komplette Absage

Saiers Statement drückt aus, dass vorerst kein eSport-Einstieg vom SC Freiburg geplant ist. Eine extreme Gegenposition bezieht der Sportdirektor aber nicht: "eSport ist ein eigener, auch spannender Planet, auf dem wir uns aber nicht als Vorreiter sehen." Es ist demnach nicht ausgeschlossen, dass der Bundesligist zu einem späteren Zeitpunkt dem Trend folgt. Zumal es einen Präzedenzfall gibt: Die TSG 1899 Hoffenheim hatte sich noch im September 2017 klar gegen den eSport bekannt, acht Monate später folgte der Kurswechsel. Ob es dazu auch im Breisgau kommt, ist fraglich. Fest steht: In der nahen Zukunft wird kein eSportler das Trikot im Namen des SC Freiburg tragen.

Christian Mittweg

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Das sagen die Bundesligisten 2018/19 - 18 Meinungen zum eSport