Satte Ablösesumme für Hertha BSC

Neuer Rekordverkauf fix: Lazaro verlässt Berlin gen Mailand

Er bricht zu neuen Ufern auf: Valentino Lazaro verlässt Hertha BSC.

Er bricht zu neuen Ufern auf: Valentino Lazaro verlässt Hertha BSC. imago images

Lazaro war 2017 zunächst auf Leihbasis von RB Salzburg in die deutsche Hauptstadt gewechselt und wurde wenig später für 6,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Nun beschert er der Hertha eine Rekordeinnahme. Für Innenverteidiger John Anthony Brooks hatten die Berliner 2017 knapp 20 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg kassiert - eine Marke, die nun fällt.

Inter zahlt dem Bundesliga-Elften der vergangenen Spielzeit eine Sockelablöse von etwa 22 Millionen Euro. Diese Summe kann durch Boni anschließend noch auf bis zu 25 Millionen Euro steigen. Interessant: Als Lazaro 16 war, hatte ihm Inter schon einmal ein Angebot gemacht - jetzt, mit 23, finden beide Seiten mit Verspätung zusammen. Er erhält einen Vertrag bis 2023.

"Wir bedanken uns bei Valentino für seinen Einsatz im Trikot mit der blau-weißen Fahne auf der Brust und wünschen ihm für seine neue Zukunft privat und sportlich alles Gute", kommentierte Hertha-Manager Michael Preetz den Transfer.

Der 23-malige österreichische Nationalspieler (zwei Tore) wurde im zentralen Mittelfeld ausgebildet, überzeugte später als offensiver Flügelspieler - und gab bei Hertha nach Mitchell Weisers Verkauf nach Leverkusen 2018 einen offensivstarken Rechtsverteidiger ab. Bereits im Winter hatte Lazaro-Berater Max Hagmayr den Markt in Italien und England sondiert, jetzt steht der nächste Karriereschritt auch offiziell an.

Trotz der Rekordeinnahmen ist Lazaros Abschied ein sportlicher Verlust. Nach den Zugängen Dedryck Boyata (Innenverteidigung, Celtic, ablösefrei) und Eduard Löwen (zentrales Mittelfeld, 1. FC Nürnberg, 7,5 Millionen) und der erneuten Ausleihe von Marko Grujic (Mittelfeld, zwei Millionen Euro Leihgebühr) wird Hertha auf der rechten Außenbahn personell nachlegen, auch wenn man intern Mathew Leckie die Rolle als Schienenspieler in einem 3-5-2 auf der rechten Seite absolut zutraut.

Steffen Rohr/msc

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