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"Operation Aderlass": Denifl und Preidler gesperrt

Dürr verliert Zivilprozess gegen ÖSV

"Operation Aderlass": Denifl und Preidler gesperrt

Stefan Denifl

Hat vier Jahre lang betrogen: Stefan Denifl. imago images

Die beiden Sportler sind durch die Razzien der "Operation Aderlass" in Erfurt und bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld in Tirol in das Visier der Ermittler geraten. Beide waren seit dem 5. März suspendiert.

Laut den Mitteilungen der ÖADR soll Denifl von Juni 2014 bis Ende 2018 Eigenblutdoping betrieben haben, Preidler vom 1. Februar 2018 bis zum 23. Dezember 2018. Denifls Sieg bei der Österreich-Rundfahrt 2017 sowie sein Etappensieg bei der Vuelta (2017) wurden gestrichen. Die beiden Sportler haben nun vier Wochen Zeit, rechtliche Schritte gegen die Entscheidung zu ergreifen.

Nach Aufdeckung des Blutdoping-Skandals am 27. Februar sind bisher die Namen von 15 Sportlern bekanntgeworden, die in die Affäre verstrickt sein sollen. Unter anderem hat der ehemalige deutsche Radprofi Danilo Hondo gestanden, beim Erfurter Sportarzt Mark S. Blutdoping praktiziert zu haben. Ebenfalls bekannt sind die Namen von sieben Skilangläufern, zu denen auch der österreichische Whistleblower Johannes Dürr zählt.

Der 32-Jährige hat derweil einen Zivilprozess gegen den Österreichischen Skiverband verloren. Dürr hatte behauptet, der ÖSV dulde stillschweigend Doping. Der ÖSV klagte auf Unterlassung und Widerruf - und das Landesgericht Innsbruck gab dem Verband recht. Dürr hat nun 14 Tage Zeit, die Aussage auf seiner Facebook-Seite zu widerrufen. Die Entscheidung ist laut einem Sprecher des Gerichts noch nicht rechtskräftig.

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