Mittelfeldstratege kommt aus Bern

Hütter freut's: Sow ist Frankfurts neuer Rekordeinkauf

Djibril Sow

Zweimal Meister mit Bern: Djibril Sow. imago images

Sieben Millionen Euro hatte die Eintracht vor zwei Jahren nach Utrecht überwiesen, und Sebastian Haller damit zum Rekordeinkauf gemacht. Jetzt löst Sow den Franzosen ab. In Frankfurt wird hinter vorgehaltener Hand von einer Ablöse in Höhe von etwa neun Millionen Euro plus Bonuszahlungen gesprochen. Nach kicker-Informationen aus der Schweiz kostet der 22-jährige Mittelfeldstratege, der einen Vertrag bis 2024 und die Rückennummer 8 erhält, einen Sockelbetrag von zehn Millionen Euro. Dazu sollen vier Millionen Euro einfach zu erreichende Bonuszahlungen kommen. Sicher verifizieren lässt sich keine der beiden Angaben.

In der Schweizer Hauptstadt kam Sow insgesamt 77-mal zum Einsatz. Nach einem glücklosen Intermezzo bei Borussia Mönchengladbach (2015 bis 2017) hatte Bern den viermaligen Nationalspieler für zwei Millionen Euro in sein Heimatland zurückgeholt. Ausgebildet wurde Sow in seiner Geburtsstadt beim FC Zürich.

"Djibril ist auf dem Markt heiß begehrt gewesen. Wir sind froh, dass wir so einen Spieler bekommen", erklärte Sportvorstand Fredi Bobic bereits im kicker (Donnerstagsausgabe). "Der Junge hat eine super Entwicklung genommen und unheimlich viel Potenzial."

Mit Hütter holte Sow den ersten Meistertitel seit 1986

Potenzial, das besonders Adi Hütter früh erkannt hat. Mit seinem neuen und alten Trainer hatte Sow im Young-Boys-Dress 2017/18 die Alleinherrschaft des FC Basel (zuvor acht Meistertitel in Serie) beendet und die erste Meisterschaft seit 1986 gefeiert.

Bobic beschreibt Sow als sehr laufstarken Spieler, der pro Spiel zwölf bis 13 Kilometer abspult und "in höchstem Tempo von Strafraum zu Strafraum marschieren kann". Zudem dürfte der Achter die spielerische Qualität im Mittelfeld merklich anheben. "Fußballerisch bringt er sehr viel mit", lobt Bobic, "das Gesamtpaket ist unheimlich gut."

Sow ist Frankfurts zweiter Neuzugang - und wohl nicht der letzte

Nach Dejan Joveljic (Roter Stern) ist Sow der zweite Sommer-Neuzugang der Eintracht. Hinzu kommt Filip Kostic, der nach seiner Leihe fest vom Hamburger SV verpflichtet wurde.

Die Planungen fürs Mittelfeld sind mit Sows Verpflichtung lange nicht abgeschlossen. Offen ist die Zukunft von Sebastian Rode, der ab dem 1. Juli wieder in Dortmund unter Vertrag steht (bis 2020). Die Eintracht wird wohl noch Zeit verstreichen lassen, um zu sehen, welche Fortschritte der 28-Jährige nach seiner Knorpel-OP in der Reha macht. Zu den Kandidaten zählt auch Leverkusens Dominik Kohr.

Warum auch Gladbach finanziell vom Sow-Transfer profitiert, lesen Sie hier...

mkr

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