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Offiziell: Juve holt doppelt "verstoßenen" Rabiot

PSG-Eigengewächs darf wieder Fußball spielen

Offiziell: Juve holt doppelt "verstoßenen" Rabiot

Adrien Rabiot

Der Neuzugang unmittelbar vor dem Medizincheck: Adrien Rabiot ist in Turin angekommen. imago images

Am 24. August startet die neue Serie-A-Saison - Adrien Rabiot kann es wohl kaum erwarten. Obwohl er seit rund zwei Jahren gänzlich verletzungsfrei ist, hat der sechsmalige Nationalspieler seit dem 11. Dezember 2018 kein Pflichtspiel mehr bestritten, weder für Paris St. Germain noch für die französische Nationalmannschaft. Jetzt wechselt er ablösefrei zu Juventus Turin und startet damit endlich neu, nachdem ihn PSG monatelang in den Ruhemodus versetzt hatte. "A bientot, Rabiot", zu deutsch "Bis bald, Rabiot", twitterte Juve am Montagabend in der Landessprache des Neuzugangs.

Seit Dezember durfte Tuchel Rabiot nicht mehr einsetzen

Rabiot hat ein turbulentes Jahr hinter sich, auf allen Ebenen. Als er im Mai 2018 knapp nicht im 23-köpfigen WM-Kader von Didier Deschamps aufgetaucht war, hatte er sich geweigert, auf Abruf bereitzustehen - per E-Mail sagte er dem Nationaltrainer ab, der daraufhin von einem "schweren Fehler" sprach und ihn bis heute nie mehr berücksichtigte. Frankreich wurde ohne Rabiot Weltmeister.

Ende Oktober dann setzte ihn sein neuer PSG-Trainer Thomas Tuchel, der bis dahin regelmäßig auf ihn gesetzt und von ihm geschwärmt hatte, erstmals auf die Bank, weil Rabiot wie Kylian Mbappé zu spät zu einer Teamsitzung erschienen war. Doch der große Knall sollte erst noch folgen: Als Rabiot dem Klub, zu dem er schon 2010 gestoßen war, final mitteilte, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern werde, durfte er nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren, Tuchel ihn nicht mehr einsetzen.

Als PSG aus der Champions League fliegt, "gefällt" das Rabiot

Rabiot klagte sich zumindest zurück auf den Trainingsplatz, nur um wenig später erneut suspendiert zu werden: Nach dem Champions-League-Achtelfinalaus gegen Manchester United (2:0/1:3) wurde er in einem Nachtklub gesehen und likte einen Beitrag von Patrice Evra, der Uniteds Triumph feierte. PSG geißelte Rabiots "Mangel an Professionalität und Respekt", die Presse nannte ihn längst einen "Outcast", einen Verstoßenen, national und international.

Interessenten für den eleganten Mittelfeldstrategen mit Offensivdrang gab es trotzdem immer noch genug, und natürlich gehörte auch Juventus Turin dazu, das seit Jahren ein Faible für ablösefreie Spieler hat. Rabiot, dem seit jeher seine Mutter Veronique als Beraterin zur Seite steht, sagte zu, erhält angeblich rund sieben Millionen Euro pro Jahr und zehn Millionen Euro "Taschengeld" allein für seine Unterschrift - und darf jetzt endlich wieder Fußball spielen.

jpe

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