Uruguay schlägt Titelverteidiger Chile - Farfan fällt aus

Cavani köpft die Celeste zum Gruppensieg

Edinson Cavani trifft, Gabriel Arias ist geschlagen

Spätes Siegtor für Uruguay: Edinson Cavani (li.) trifft, Gabriel Arias ist geschlagen. Getty Images

Rekordmeister schlägt Titelverteidiger: Ein 1:0-Erfolg über Chile bringt Uruguay den Gruppensieg bei der Copa America. PSG-Torjäger Cavani setzte einen Kopfball aus elf Metern in der 82. Minute links ins Eck und gab Schlussmann Gabriel Arias das Nachsehen. Der Sieg vor 57.442 Zuschauern im Maracana von Rio de Janeiro bringt Uruguay ein Viertelfinalduell am Samstag in Salvador mit Peru, Chile, für das der Leverkusener Charles Aranguiz eine gute Leistung bot, spielt schon am Freitag in Sao Paulo gegen Kolumbien.

Ecuador und Japan trennten sich bei dem zeitgleichen Spiel 1:1 (1:1) unentschieden. Bei der Partie vor nur 9729 Fans in der WM-Arena von Belo Horizonte - nur 2106 bezahlten für ihren Besuch Eintritt, der Rest waren Freikarten - brachte Shoya Nakajima die Gäste aus Asien zunächst in der 15. Minute in Führung, in der 35. Minute gelang Angel Mena dann der Ausgleich für die Südamerikaner. Für beide Mannschaften war es das letzte Spiel der Copa: Als Gruppenletzter scheidet Ecuador aus dem Turnier aus. Auch die Japaner müssen als schlechtester Dritter der Gruppenphase nach Hause fahren.

Gastgeber Brasilien bekommt es im Viertelfinale der Südamerika-Meisterschaft am Donnerstag mit Paraguay zu tun, das mit nur zwei Unentschieden als zweitbester Gruppendritter weiterkam. Am Freitag trifft Lionel Messi mit Argentinien auf Venezuela.

Peru ohne Ex-Schalker Farfan

Peru muss im weiteren Turnierverlauf übrigens ohne den früheren Schalker Jefferson Farfan auskommen. Der 34 Jahre alte Stürmer von Lokomotive Moskau erlitt laut Verbandsangaben eine Verletzung im linken Knie und fällt damit aus. Farfan, der zwischen 2008 und 2015 insgesamt 228 Pflichtspiele für die Königsblauen bestritten und dabei 53 Tore erzielt hatte, stand am Samstag beim 0:5 gegen Brasilien noch über 90 Minuten auf dem Feld. Bei der WM vor einem Jahr hatte er ebenfalls Verletzungspech, als eine im Training erlittene Gehirnerschütterung einen Einsatz beim Vorrunden-Aus im letzten Gruppenspiel gegen Australien (2:0) unmöglich machte.

aho/sid/dpa