Dahoud und Co. wären auch für anderen Verband spielberechtigt

Diese U-21-Spieler könnten den DFB noch verlassen

Könnten auch für einen anderen Verband auflaufen: Mahmoud Dahoud und Nadiem Amiri imago images

Grundsätzlich steht einem Spieler, der über mehrere Staatsbürgerschaften verfügt, das Recht zu, den Verband einmalig zu wechseln. Dieses Recht ist allerdings an Bedingungen geknüpft. "Das Wechselrecht kann nur beansprucht werden, wenn der Spieler von seinem heutigen Verband noch in keinem A-Länderspiel eines offiziellen Wettbewerbs eingesetzt wurde", heißt es unter anderem in den Statuten der FIFA. Aus der aktuellen U 21 haben sich dadurch die Verteidiger Jonathan Tah, dessen Vater von der Elfenbeinküste kommt, und Benjamin Henrichs (Mutter Ghanaerin) mit ihren Pflichtspieleinsätzen in der A-Elf für Deutschland "festgespielt".

Außerdem fest für die Zukunft "gebucht" ist Lukas Nmecha, obwohl bei ihm kein Einsatz in der A-Elf in der Statistik steht. Aber durch seinen Kurzeinsatz beim 6:1 im zweiten Gruppenspiel gegen Serbien hat der Angreifer nun sowohl für den deutschen als auch den englischen Nachwuchs Pflichtspiele vorzuweisen. Ein weiterer Wechsel ist dadurch nicht möglich.

Das sieht bei insgesamt sechs Spielern im Kader allerdings anders aus. Theoretisch wechseln dürften noch Waldemar Anton (Russland/Usbekistan), Suat Serdar (Türkei), Eduard Löwen (Russland), Mahmoud Dahoud (Syrien), Nadiem Amiri (Afghanistan) und Felix Uduokhai (Nigeria). Außerdem könnte der vor der EM gestrichene Jordan Torunarigha (Nigeria) noch für einen anderen Verband spielen. Anders übrigens als Levin Öztunali: Sein Vater ist zwar Türke, er selbst hat aber nur einen deutschen Pass.

Boateng und Co: Erst DFB dann...

Dahoud, Amiri und Co. haben durchaus prominente Vorgänger, die sich nach U-21-Länderspielen noch gegen Deutschland entschieden haben. Beispielsweise Kevin-Prince Boateng (Ghana), Eugen Polanski (Polen), Sebastian Boenisch (Polen), Änis Ben-Hatira (Tunesien), Eric Maxim Choupo-Moting (Kamerun), Ashkan Dejagah (Iran), Fabian Johnson, Jermaine Jones (beide USA), Yunus Malli (Türkei) oder auch Willi Orban (Ungarn) haben sehr spät noch den Verband gewechselt.

tru